Baden und Schwimmen im Neckar gefährlich

Gefahrenstellen Fahrrinne, Neckarschleusen und Wehre

Mit den hochsommerlichen Temperaturen, die für die nächsten Tage angesagt sind, ist Baden im Neckar bei Jung und Alt wieder sehr beliebt. Die Luft- und Wassertemperaturen laden dazu ein. Allerdings ist Baden nicht überall zulässig und oftmals auch gefährlich.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg macht darauf aufmerksam, dass das Schwimmen und Baden besonders im Bereich von 100 m oberhalb bis 100 m unterhalb von Wehr- und Schleusenanlagen, einschließlich der Schleusenvorhäfen, Kraftwerksanlagen, Hafeneinfahrten und Brücken auf Grund von Schiffsbetrieb und Strömungen lebensgefährlich und deshalb nicht erlaubt ist.




Leider ist mit steigenden Temperaturen zu beobachten, dass gegen bestehende Badeverbote an der Bundeswasserstraße Neckar, beispielsweise im Bereich von Schleusen verstoßen wird. Außerdem werden auch regelmäßig für den Bootsverkehr gesperrte gefährliche Bereiche der Stauwehre mit kleinen Booten befahren.

Durch die Schifffahrt und den Betrieb der Schleusen und Wehre bestehen besondere Gefährdungen für Schwimmer. Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Heidelberg, Jörg Huber, erläutert die Gefahren: „Der Kapitän eines Motorgüteschiffes hat beispielsweise einen Sichtschatten von rd. 200 m vor seinem Schiffsbug, indem er keine Schwimmer oder kleinere Boote sehen kann. An den Wehren und Schleusen besteht zudem die Gefahr in den Sog der Anlagen zu geraten. Lebensgefährlich und daher auch nicht erlaubt ist das Springen von Brücken.“

Schwimmen, Baden und Wassersport machen Spaß. Bei verantwortungsvollem Umgang und Beachtung der Regeln auf der Wasserstraße sind diese auch ohne größere Gefahren möglich. Wichtig ist sich vor Augen zu halten, dass man als Schwimmer nicht immer gesehen wird. Die Schifffahrtsrinne, ein ca. 40 m breiter Streifen in Flussmitte, sollte gemieden werden.

Zu beachten ist, dass das Neckarwasser keiner Badequalität entspricht.

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