In hohem Alter jung fühlen

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Caecilie Greef

Cäcilie Greef aus Osterburken feiert 90. Geburtstag. (Foto: Liane Merkle)

Osterburken. (lm) „Ich sage jeden Abend, Danke lieber Gott, dass ich mich in meine hohen Alten noch immer so jung fühlen darf“, diese Aussage spiegelt die lebenslustige und liebenswerte Cäcilie Greef perfekt wider, die am heutigen Samstag im Osterburkener Seniorenzentrum „Märchenwald“ ihren 90. Geburtstag feiern kann.

Geboren wurde das quirlige Persönchen am 22. Dezember 1922 als zweitjüngste von sechs Töchtern des Korbmachermeisters und Kaufmanns Keip in Barmen, dem heutigen Wuppertal. Noch heute schwärmt sie „ich hatte eine so schöne Kindheit“. Die Frohnatur ist ihr wohl von der Mutter vererbt worden, die von der Mosel stammte und sich wunderbar mit dem ernsten Wuppertaler Korbmachermeister ergänzte.

Ebenso harmonisch bezeichnet Cäcilie Greef ihre eigene 50 Jahre währende Ehe mit dem ernsten und verantwortungsbewussten Stahlbauschlossermeister Rudolf Greef, den die kleine Strahle-Natur 1947 nach ihrer Ausbildung zur Näherin und Bürokraft mitten in der schlechtesten Zeit heiratete. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor. „Sie sind heute 64, 61 und 51 Jahre alt und verwöhnen mich noch immer schrecklich“, meint die Jubilarin, die alle als „Cilly“ kennen.




Sohn Bernhard ergänzt: „Als das erste Enkelkind im Anmarsch war, haben meine Eltern das Urlaubsreisen und vor allem das Fliegen für sich entdeckt und ab da auch so oft wie möglich genossen.“ Daran erinnert sich das Geburtstagskind mit glänzenden Augen und sie erinnert sich an vieles. So war sie immer wieder  nach der Eheschließung als Zuschneiderin tätig gewesen, doch als ihr Mann den Meisterbrief und eine gesicherte Stelle in der Geschäftsleitung hatte, habe er gemeint, dass sie sich nun ganz der Familie widmen könne, was sie auch mit großer Leidenschaft getan habe.

Daneben engagierte sie sich stark in ihrer Wuppertaler Kirchengemeinde und im Mütterverein, wo sie Seminare organisierte, die Ökumene in der Diaspora-Gemeinde förderte, als begeisterte  Schauspielerin und Regisseurin eine Theatergruppe leitete und Kontakt zu einer Lepra-Gruppe suchte, die man dann regelmäßig finanziell unterstützte. 

Nach dem Tod ihre Mannes im Jahr 1997 lebte sie allein in Wuppertal, hatte aber großer Erfüllung in der ehrenamtlichen Kirchenarbeit. Erst eine längere Krankheit veranlasste Cäcilie Greef, dem Drängen von Sohn Bernhard nachzugeben und 2009 zu ihm und seiner Frau in die Klinge zu ziehen.

Im März diesen Jahres ist sie dann zusammen mit ihrer umfangreichen Spieluhrsammlung in den Osterburkener Seniorenstift „Märchenwald“ umgezogen, wo sie mit ihrer fröhlichen Art viel Licht unter den Senioren verbreitet. Ihren heutigen Ehrentag feiert sie zusammen mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern, sieben Enkelkindern und einem Urenkel sowie Freunden und Verwandten. Unsere Redaktion schließt sich den guten Wünschen von Herzen an.

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