TV Mosbach – Alptraum unterm Käsberg

„Wir haben uns bis auf ganz wenige Ausnahmen unter aller Kanone präsentiert und sind unserem Gegner ins offene Messer gelaufen“, das war so ziemlich der erste Satz von einem total enttäuschten Dirk Förster nach dem Mosbachschen Debakel in Mundelsheim. Das der Gegner stärker ist habe er zwar gewusst, aber dass seine Jungs sich derart anstellen, damit habe er überhaupt nicht gerechnet. „Bis auf 2 Leute hat wirklich keiner das umgesetzt was wir uns vorgenommen haben. Nach einer Viertelstunde haben wir komplett verkrampft und sind in unser altes Schema zurück gefallen. Keine Aggressivität in der Abwehr und ein Angriff absolut ohne Bewegung, Mumm und Konzept, damit können wir einfach nicht bestehen. Mundelsheim hat das gnadenlos genutzt und uns so richtig in den Arsch getreten. Hoffentlich sind jetzt alle durch diesen Tritt aufgewacht“ , schimpft  Förster weiter.

Bis zum 8:6 ging es eigentlich noch bei Schupp und Co. Da waren 14 Minuten gespielt und dann fing das Grauen auf Mosbacher Seite an. Fehlwürfe, technische Fehler und eine nicht vorhandene Abwehr ließen die Gastgeber innerhalb kurzer Zeit auf 14:6 davon ziehen. „Das war eindeutig eine Parallele zu dem Spiel in Bönnigheim. Wir sind regelrecht auseinander gefallen und haben uns ergeben“, sagt Manfred Geiger über diese Phase des Spieles. Mosbach konnte dann bis zur Pause (19:10) den Spielverlauf zwar ausgeglichener gestalten, eine Verbesserung war allerdings nicht zu sehen. 



Nach der Pause hätte man dann meinen können, dass sich der TV fängt, denn sie kamen auf 22:15 heran. Allerdings erwies sich dieses kurze Aufbäumen nur als Strohfeuer.  Nach dem 23:16 wurde Mosbach wieder zum Mundelsheimer Spielball und ließ sich nach allen Regeln der Kunst vorführen. Genau wie in Hälfte eins schenkten die Hausherren den Gästen fünf Dinger hintereinander ein und damit war die eigentlich schon zuvor gefallene Entscheidung zementiert. Beim 32:18 ließ Förster dann mit Marcel Gehring, Lukas Schmid, Yannik Somogyi und Clemens Jurk komplett die junge Garde ran. Sie wehrten sich zwar nach Kräften, konnten aber keine Resultatsverbesserung herbeiführen. Mundelsheim hatte sich längst in einen Rausch gespielt und hielt diesen bis zur letzten Minute aufrecht. Am Ende hieß es völlig verdient 41:21 für die Gastgeber.

 

„Mir tut es für unsere Fans leid. Vielleicht 40 haben durch die zuvor gezeigte Leistung gegen Bottwartal den „erwartungsfrohen“ Weg nach Mundelsheim gefunden, uns unterstützt und mussten dann so eine bescheidene Leistung sehen. Dafür kann ich mich nur im Namen der Mannschaft entschuldigen. Sie hat in keinster Weise unsere klaren Anweisungen befolgt und wenn Spieler sich nicht mit ihrer eigenen Leistung beschäftigen sondern die Fehler bei anderen suchen, dann kommt so etwas raus. Da gibt es unter der Woche Klärungsbedarf und wir werden eine Klärung herbeiführen. Einige sollten sich mal wirklich kritisch hinterfragen und sich statt zu meckern und zu mosern den Arsch für die Mannschaft aufreißen“, so ein immer noch sichtlich aufgebrachter Dirk Förster zum Schluss.

Für Mosbach: Goertz und Wieder im Tor, Jurk 2, Schupp 1, Blasmann,  Filipiak 6/3, Somogyi, Grimm 1, Weimann 2, L. Schmid 3, Gehring 1, Hebel 1, Heiss 3, F. Schmid 1

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