„Grüne sollten lieber eher Alarm schlagen“

„Nur wenn der ländliche Raum zusammensteht, werden wir wahrgenommen“

Schefflenz. (pm) In ihrer ersten Fraktionssitzung im neuen Jahr in Schefflenz befasste man sich mit der Vorbereitung auf die Kreistagswahl am 25. Mai. Die CDU erhofft sich eine Bestätigung der Führungsrolle im Landkreis. Man werde der Bevölkerung verdeutlichen, dass es um die Interessenvertretung des ländlichen Raums geht, der bei der grün-roten Landesregierung nicht gut aufgehoben ist.

Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser wies die grüne Kritik am „Alarmismus“ von Mandatsträgern im Neckar-Odenwald-Kreis  zurück, wenn man vor einer Verschlechterung warne. „Die Kreis-Grünen wollten nur das Liebkind ihrer Landesregierung spielen und vergessen dabei den Landkreis“. Bei der Diskussion um die Verselbständigung der Dualen Hochschule Heilbronn habe man kritiklos die Meinung von Ministerin Bauer transportiert; erst jetzt raffe man sich zu einer leichten Kritik am Zustandekommen der Entscheidung auf. „Der Rücktritt von Minister Schaller hätte doch die Alarmglocken längst klingen lassen müssen!“ Mit schönen Worten „gestalten statt klagen“ sei eine Schadensbegrenzung jedenfalls nicht erreicht. Die CDU fordert daher die Grünen auf, die Interessen unseres Landkreises zu vertreten. Nur wenn der ländliche Raum geschlossen zusammenstehe, würden wir in Stuttgart wahrgenommen. Und da nütze es niemandem etwas, wenn man unsere Positionen „durch Anbiedern und Schönreden“ schwäche. Die Polizeireform habe man auch schöngeredet und sie beinahe noch als Erfolg für den ländlichen Raum verkaufen wollen. Da müsse man nur die Presse in Heilbronn lesen, wo die Schlagzeile in einem Kommentar am 7.Januar lautete: „Heilbronn gewinnt“. Der logische Schluss sei, dass dann andere verlieren – und das sei eben unser Raum. Und weiter heißt es dort zum Kriminaldauerdienst. „Bevor ein Heilbronner Beamter in Tauberbischofsheim ist, wäre ein alarmierter Kollege in Rufbereitschaft, der in der Nähe wohnt, in jedem Fall schneller“! Dies gelte auch für Gemeinden unseres Raums. Dies habe die CDU immer gesagt, andere haben es beschönigt; die Realität werde langsam auch für die Bevölkerung sichtbar. Statt vor dem „Alarmismus“ zu warnen, sollten die Grünen besser „Alarm schlagen“, wenn sich nachteilige Entwicklungen für unseren Raum abzeichnen, so CDU-Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser.

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1 Kommentar

  1. Die Grünen haben anders als die CDU einen weiteren Horizont, der über den Landkreis hinausragt. Am Ende schadet nämlich auch dem NOK, was dem Land schadet. Wenn jede einzelne lokale Partei nur ihre eigenen Interessen vertritt ohne Sicht auf das Wohl des Landes, dann kommt das heraus, was man wir überall in Bund und Land beobachten: Eine nicht mehr rückzahlbare Verschuldung, deren Zinslast unsere Nachkommen erdrücken wird. Denn das Zinstief währt nicht ewig.

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