„Höchste Zeit für Bildungszeit“

MdB Dr. Dorothee Schlegel (SPD) im Dialog mit den Landfrauen im Main-Tauber-Kreis

Lauda. (pm)  „Höchste Zeit für Bildungszeit“, lautet ein Fazit der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Dorothee Schlegel nach einem von ihr initiierten politischen Dialog mit dem LandFrauenverband Main-Tauber-Kreis. Als Mitglied im Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte sie sich mit dem Kreisverband der Landfrauen und ihrer Kreisvorsitzenden Claudia Henn zu Gesprächen in Lauda getroffen. Die Einladung der Politikerin an die Landfrauen war erfolgt, nachdem sich der Deutsche LandFrauenverband im Mai an alle Bundestagsabgeordneten gewandt hatte, um die Verbandspositionen zu bestimmten Gesetzesvorhaben der Koalition darzustellen.

Beim Laudaer Gespräch kristallisierten sich Maßnahmen zum Bildungszeitgesetz als ein zentrales Anliegen der Landfrauen im Kreis Main-Tauber heraus. Ihre Forderungen zielen auf Bildungs- und Fortbildungsangebote auch im Ehrenamt ab. Hier konnte Schlegel auf die Gewerkschaftskampagne des DGB-Dachverbandes „Gib mir 5“ verweisen, die sich für Bildungszeit und Fortbildungsfreistellung einsetzt. „Bisher gibt es nur in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, im Ehrenamt fünf Tage im Jahr für Fortbildung zu nutzen“, so die Politikerin, die sogleich die Frage aufwarf: „Möglicherweise könnten sich kleine und mittelständische Firmen für ein Fortbildungsprogramm zusammenschließen?“

„Grundsätzlich waren wir uns einig“, resümierte Schlegel „den ländlichen Raum demografiefest gestalten zu wollen. Dazu zählt gleichwohl eine flächendeckende Breitbandversorgung“, so die Politikerin, „aber vor allem gilt es, Menschen für die Pflege zu gewinnen. Gebraucht werden qualifizierte Fachkräfte für Haushalt und Pflege und hier darf nicht nur die Anerkennung gefragt sein, es muss sich auch in Geld ausdrücken! Nur für die Ehre und das Ehrenamt, das ist zu wenig. Pflege muss als wichtige kommunalpolitische Aufgabe im Blick behalten und aufgewertet werden, damit Menschen im ländlichen Raum würdig altern können“, so die Bundestagsabgeordnete abschließend.

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