„Opfer von Frauenhandel schützen!“

Mahnwache wirbt für Aktion von Terre des Femmes

Mahnwache wirbt fuer Aktion von Terre des Femmes

(Foto: pm)

Mosbach. (pm) „Wir haben doch genug anderes, worum wir uns Sorgen machen müssen!“ Das mag sich manch eine/r  kritisch beim Betrachten der monatlich stattfindenden Mahnwache für weltweite Frauenrechte unter dem Strickbaum Mosbach denken. Aber wenn nicht gerade schreckensvolle Taten wie z. B. die brutale Vergewaltigung und der darauffolgende Tod einer indischen Studentin die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen, geraten die Lebensbedingungen vieler Frauen gerne aus dem Blickfeld, obwohl gerade sie in Kriegen und Bürgerkriegen mehrfach potentielle Opfer sind. Sie stehen in Sorge für die Kinder, sind zuständig für den alltäglichen Lebensunterhalt und müssen sich vielfach körperlicher und sexueller Übergriffe erwehren. Ebenso prangert die Weltbank in ihrem Weltentwicklungsbericht 2015 die mangelnden Rechte von Frauen und Mädchen an. Daran gemahnt die Initiativgruppe rund um Inga Preußner und Christine Denz.

Des Weiteren beschäftigt der Frauenhandel die Gruppe. Inmitten des Trubels beim „Brot-Tag“ in Mosbach Anfang September warb die Gruppe, die gleichermaßen offen ist für Frauen und für Männer, für eine Postkartenaktion von Terre des Femmes an Vizekanzler Gabriel. Gefordert wird, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzuhalten, das Aufenthaltsrecht  für Opfer von Menschenhandel und von Zwangsprostitution aus Drittstaaten zu verbessern. Denn noch immer ist die Dauer von deren Aufenthaltserlaubnis von ihrer Mitwirkung  im Strafverfahren abhängig. Nur wenn sich Betroffene dazu bereit erklären , im Strafverfahren gegen ihre Peiniger als Zeuginnen auszusagen, dürfen sie – dies auch nur unter bestimmten Voraussetzungen – für die Dauer ihres Verfahrens in Deutschland bleiben. Anschließend müssen die oftmals stark traumatisierten Frauen Deutschland verlassen.  Terre des Femmes setzt sich für ein unabhängiges und langfristiges Aufenthaltsrecht für Betroffene ein. Wer diese Aktion unterstützen möchte, findet die Postkarte im „Naturquell“ und im Mosbacher Weltladen.   

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