Drei weitere Ganztagsschulen sind gestartet

Bildung und Betreuung in neuer Qualität

Essensausgabe in der Otfried Preussler Schule

Mittagessen in der Otfried-Preußler-Schule. (Foto: pm)

Wertheim. (ots) Mit Beginn des Schuljahres 2014/15 gibt es in Wertheim drei weitere Ganztagsschulen: Auch an der Grundschule Bestenheid, der Otfried-Preußler-Schule am Wartberg und an der Mandelberg-Grundschule Dertingen profitieren Kinder und Familien nun von dem erweiterten Bildungs- und Betreuungsangebot. Acht von elf Schulen in Trägerschaft der Stadt sind damit inzwischen Ganztagsschulen. „Das unterstreicht  unsere Qualität als Bildungsstandort und die Bedeutung, die wir in Wertheim einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Wertheim beimessen“, so Oberbürgermeister Stefan Mikulicz.

Schon bisher war die Stadt Wertheim in Sachen Ganztagsschule gut aufgestellt. In den letzten Jahren haben immer mehr Schulen ihren Unterrichtsrhythmus so geändert, dass der Schulbetrieb an mehreren Tagen pro Woche auf den Nachmittag ausgeweitet wurde.

Als das Kultusministerium im Frühjahr 2014 eine neue gesetzliche Regelung ankündigte, um den Anteil an Ganztagsschulen im Grundschulbereich zu erhöhen, nutzte die Stadt Wertheim diese Chance. Die Vorteile der neuen Regelung liegen in der klaren Aufgabentrennung zwischen Land und Kommune und der besseren Versorgung der Schulen mit Lehrerwochenstunden.

Vom Ausschuss für Finanzen, Verwaltung, Kultur, Soziales und Schulen ließ sich die Verwaltung den Auftrag geben, fristgerecht bis 30. April Anträge zur Einrichtung weiterer Ganztagsgrundschulen im Schuljahr 2014/15 zu stellen. Auch einige der bereits vorhandenen Ganztagsschulen (Grundschule Reinhardshof und Grundstufe der Edward-Uihlein-Schule) wurden auf die neue gesetzliche Basis gestellt.

Wichtige Grundlage für die neuen Ganztagsschulen war dabei jeweils das von der Schule erarbeitete pädagogische Konzept. Denn Ganztagsschule heißt nicht „den ganzen Tag Schule“, sondern bedeutet vielmehr einen veränderten Rhythmus von Unterricht, ergänzt durch Arbeitsgemeinschaften, Freizeitaktivitäten und individuelle Bildungsangebote. Aufgabe des Schulträgers ist es, die Mittagessensversorgung in der Schule sicher zu stellen, während die Schulen für die Umsetzung des pädagogischen Konzepts verantwortlich sind.

Die mündliche Zusage, dass alle drei neue Grundschulstandorte sowie die zwei bereits bestehenden Schulen genehmigt werden, erhielt die Stadt Wertheim Ende Juli, die schriftliche Bestätigung folgte am 5. September. So fiel die Organisation des Ganztagsbetriebs für das Referat Schulen der Stadtverwaltung aber auch für die Schulleitungen in die Zeit der Sommerferien. An allen drei Schulstandorten ist dennoch gelungen, den Start der Ganztagsschule zum Beginn des neuen Schuljahres sicher zu stellen. „Das war eine besondere Kraftanstrengung, für die ich allen Akteuren danke,“ so OB Mikulicz.

Das Mittagessen für die Otfried-Preußler-Schule und die Mandelberg-Grundschule Dertingen liefert eine Cateringfirma. Die Grundschule Bestenheid wird von den Bestenheider Stuben versorgt. Für jeden Schulstandort hat die Stadtverwaltung Personalkräfte verpflichtet, die sich um die Ausgabe des Essens sowie die Aufsicht während des Essens kümmern. Bei der Umsetzung des Mittagessens mussten von Stadtverwaltung und Schulleitungen Interimslösungen entwickelt werden. So nehmen zum Beispiel die Kinder in Dertingen das Mittagessen zunächst in der benachbarten Mandelberg-Halle ein. Dauerlösungen sind in Arbeit und werden 2015 umgesetzt.

Innerhalb weniger Wochen an allen drei neuen Ganztagsgrundschulen einen funktionierenden Ganztagsbetrieb auf die Beine zu stellen, war ein anspruchsvolles, aber lohnendes Ziel. Denn das Interesse an der neuen Kombination von Bildung und Betreuung ist groß: An der Otfried-Preußler-Schule Wartberg sind 37 Kinder für die Ganztagesschule angemeldet, in Bestenheid sind es 39 und in Dertingen 25 Kinder. Die Anmeldung gilt jeweils für die Dauer eines Schuljahres. „Auch das Mittagessen wird hervorragend angenommen“, freut sich Marion Günther, Leiterin des Referats Schulen. In Bestenheid nahmen bereits in der ersten Woche bis zu 60 Kinder pro Tag am Mittagessen teil, bei der Otfried-Preußler-Schule und in der Grundschule Dertingen sind für die nächste Woche jeweils zwischen 28 und 30 Essen am Tag bestellt.

Mit den drei neuen Standorten bieten nun fast alle Schulen in Trägerschaft der Stadt Wertheim Ganztagsbetreuung an: Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Comenius Realschule, Edward-Uihlein-Schule, Gemeinschaftsschule Wertheim und alle Grundschulen mit Ausnahme von Nassig und Reicholzheim. „Mit dieser Ganztagsschuldichte nimmt die Stadt Wertheim in der Region eine Spitzenposition ein,“ so Oberbürgermeister Mikulicz abschließend.

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