Ein starkes Duo für schnelle Hilfe

Seit einem Jahr ist in Osterburken neben einem Rettungswagen ein Notarzt stationiert – Gute Kooperation von Neckar-Odenwald-Kliniken und DRK
 
 
 Osterburken. Wenn in Osterburken die Sirenen einen Notfalleinsatz ankündigen, müssen die Verkehrsteilnehmer seit vergangenem Sommer die Straße für zwei Fahrzeuge räumen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und einen Rettungswagen. Dass die Menschen um Osterburken auf diese schnelle Hilfe vertrauen können, stellen der DRK-Kreisverband Buchen, der die Besatzung des Rettungswagens, die Fahrzeuge und die Räumlichkeiten in der Rettungswache stellt, in enger Kooperation mit den Neckar-Odenwald-Kliniken sicher. Diese sind für die Einteilung speziell ausgebildeter Notärzte zuständig.
 
 Der Ärztliche Direktor der Neckar-Odenwald-Kliniken und Notfallmediziner PD Dr. Harald Genzwürker, der für die Organisation des Notarztdienstes der mittlerweile drei Standorte der Neckar-Odenwald-Kliniken verantwortlich ist, sagt anlässlich des einjährigen Bestehens des Standorts Osterburken: „516 Notarzteinsätze insgesamt beziehungsweise durchschnittlich 1,5 Einsätze pro Schicht zeigen, wie dringend dieser Standort gebraucht wird. Und glücklicherweise wird der Standort auch nach dem einjährigen Probebetrieb zunächst weiter betrieben.“ Auch der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Buchen, Bürgermeister Roland Burger, und DRK-Kreisgeschäftsführerin Sigrid Schmitt freuen sich über die hervorragende Zusammenarbeit mit den Kliniken: „Unsere Mitarbeiter und der Notarzt arbeiten am Einsatzort Hand in Hand, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Deshalb ist es eine große Hilfe, wenn der Notarzt gleichzeitig oder sehr zeitnah eintrifft. Dies wurde durch den zusätzlichen Standort in Osterburken in vielen Fällen erreicht.“
 
 Stationiert ist der Notarzt in Osterburken in der Zeit von 7 Uhr morgen bis 19 Uhr abends. Wird durch die Integrierte Leitstelle in Mosbach ein Notfall angezeigt, kann der diensthabende Notarzt auf ein hochmodern ausgestattetes Einsatzfahrzeug mit dem Funkrufnamen 3/80-1 zurückgreifen. Neben der medizinischer Ausstattung verfügt dieses auch über ein GPS-gestütztes Navigationssystem, über das die Rettungsleitstelle jederzeit den Standort des Fahrzeuges sehen kann.
 
 Dass die Situation am Standort noch nicht optimal ist, verschweigt Dr. Genzwürker allerdings nicht: „Unsere Notärzte müssen derzeit das Einsatzfahrzeug selbst lenken. Das ist, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, eine große Herausforderung, da man während der Fahrt auch noch weitere Information zu dem zu versorgenden Patienten oder der Lage an einem Unfallort erhält.“ Deshalb sei es mittelfristig notwendig, dass ein Rettungsassistent das Fahrzeug steuere.
 
 Im ersten Jahr stellten Osterburken und Adelsheim die Einsatzschwerpunkte dar. Aber auch darüber hinaus wird der Osterburkener Notarzt angefordert, beispielsweise wenn die Notärzte der weiteren Standorte in Buchen, Hardheim oder Mosbach bereits unterwegs sind oder aus den Nachbarlandkreisen Heilbronn, Hohenlohe und Main-Tauber im Rahmen der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit ein Bedarf gemeldet wird. Mit Blick auf die Einsatzzahlen sind sich daher Dr. Genzwürker, Burger und Schmitt einig, dass man das starke Duo aus Notarzt und Rettungsdienst langfristig in Osterburken etablieren möchte.
 

 Notarzteinsatzfahrzeug 3/80-1 (links, einsatzbereit von 7 bis 19 Uhr) und der rund um die Uhr verfügbare Rettungswagen 3/83-1 vor der Rettungswache Osterburken. (Foto: LRA)

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