Regierungspräsidentin Kressl auf dem Winterhauch

Regierungspraesidentin Kressl in Waldbrunn

Das Bild zeigt Regierungspräsidentin Nicolette Kressl (Mitte), Landrat Dr. Achim Brötel (2.v.r.), Bürgermeister Markus Haas(2.v.l.) mit Vertretern des Gemeinderats und der Verwaltung. (Foto: Hofherr)

Waldbrunn. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, seit zwei Jahren im Amt, sucht das persönliche Gespräch mit Vertretern der Kommunen, weshalb sie seit Amtsantritt „ihren“ Regierungsbezirk bereist. Dieses Mal führte sie ihr Weg auf den Winterhauch nach Waldbrunn.

Bürgermeister Markus Haas und der Landrat Dr. Achim Brötel hießen die Regierungspräsidentin im Rathaus der Gemeinde willkommen. Haas ließ in seiner Begrüßung die wechselvolle Geschichte des Katzenbuckels als, landschaftsprägender Erhebung Revue passieren. Als höchster Berg des Odenwalds mit 626 m ü. NN verschafft der Katzenbuckel der Gemeinde mit den sechs Ortsteilen durch die Höhenlage das Prädikat Luftkurort und zieht daher seit Jahrzehnten Kurgäste, Tagesausflügler und Urlauber nach Waldbrunn. Der Tourismus habe eine lange Tradition und sei auch heute noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, erläutert Haas. Die 2010 umfangreichen Modernisierungsarbeiten wieder eröffnete Katzenbuckel-Therme sei ein Ziel, das weit über die Region hinaus für Bekanntheit sorge.

Gleich mehrere Alleinstellungsmerkmale prägen das Bild der Kommune, berichtet Haas weiter. So sei nicht nur die älteste und größte Stutenmilchfarm, das Demeter-Kurgestüt „Hoher Odenwald“ der Familie Zollmann in Waldbrunn ansässig, auch der Forschungskreis für Geobiologie sei weltweit einmalig.

Auch wirtschaftlich könne man als Firmensitz des Weltmarktführers in Sachen Verpackungsmaschinen, der Mosca GmbH, punkten. Weitere mittelständische Unternehmen stärken die lokale Ökonomie. Mit einem aus privater Hand finanzierten Ärztehaus, einer Apotheke, einer Grundschule mit Inklusionsklasse, drei Kindergärten, Seniorenheimen, einem Wohnprojekt, zwei Einkaufsmärkten, mehreren Einzelhändler sowie Bäcker, Metzger und Gastronomen sei man in Sachen Infrastruktur und Daseinsvorsorge gut aufgestellt. Mit dem Waldbrunn-Express, einem kommunal geförderten Fahrservice, der Einrichtung einer neuen Ruftaxilinie und den Schulkooperationen mit der Werkrealschule Limbach und der Schwarzbach-Schule fühle man sich dem Servicegedanken zum Wohle der Einwohner verpflichtet, führte das Gemeindeoberhaupt aus. Um mit der Zeit zu gehen und dem demografischen Wandel zu begegnen, unterstütze man die Bewerbung der Limbacher Bildungseinrichtung als Gemeinschaftsschule. Mit weiterführenden Schulen in der Nachbarschaft sowie der DHBW Mosbach habe man darüber hinaus eine Hochschule in der Region, die es vielen jungen Waldbrunnern ermöglicht trotz Studiums in der Heimat zu bleiben. Dafür sei man dankbar, schloss Bürgermeister Markus Haas seine Ausführungen.

Trotz der landschaftlichen Schönheit und der aktiven Dorfgemeinschaft sei auch in Waldbrunn der demografische Wandel spürbar. Damit der ländliche Raum nicht an Attraktivität verliere, müsse man die Stellschrauben richtig stellen, so der Rathauschef. Waldbrunn benötige daher Unterstützung und eine schnelle Lösung beim Ausbau der Breitband-Internet-Versorgung. Landrat Dr. Brötel unterstützte Haas dabei und führte aus, dass die Breitbandversorgung einer der wesentlichen Standortfaktoren für den ländlichen Raum ist. Der Anschluss an die Datenautobahn sei eine der zentralen Fragen der Zukunft, so Brötel. Auch für die Ausstattung der Straßenbeleuchtung mit LED seien die Gemeinden im Ländlichen Raum auf Unterstützung angewiesen.

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl folgte den Ausführungen des Bürgermeisters mit Interesse und nahm die Bitten gerne auf. Sie versprach, die Fachbereiche ihres Amtes zu informieren. Bei den Anliegen der Gemeinde in Sachen Breitbandförderung und LED-Beleuchtung versprach sie Unterstützung.

Kressl riet außerdem zu einer regionalen Schulentwicklungsplanung. Über die Prognose der zukünftigen Schülerzahlentwicklungen sollen notwendige Investitionen und organisatorische Maßnahmen bereits im Vorfeld erkannt werden. Dadurch könne man rechtzeitig Entwicklungsprozesse einleiten, die den Bedürfnissen von Schülern Rechnung tragen, um jede Schulart in erreichbarer Nähe vorhalten zu können, so die Regierungspräsidentin.

Abschließend besuchte man die Katzenbuckel-Therme und das Kurgestüt „Hoher Odenwald“ bevor die Regierungspräsidentin wieder die Heimreise antrat.

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