Mädchenaktionstag in Osterburken

23.04.10

Ganz schön anstrengend: Etliche der und 40 Mädchen, die am ersten Mädchenaktionstag in Osterburken teilnahmen, entschieden sich unter anderem für den Workshop „Hip-Hop“, bei dem Tanzschritte und ganze Schrittkombinationen einstudiert wurden. (Foto: LRA)

Osterburken. Zum ersten Mal fand im Jugendzentrum „Future“ in Osterburken ein Mädchenaktionstag statt. Verschiedene Angebote und Workshops nur für Mädchen – das war die Idee von Kreisjugendreferentin Elisabeth Ehret vom Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises. Umgesetzt hat sie diese Idee gemeinsam mit Mitarbeiterinnen aus den Jugendhäusern von Buchen, Walldürn, Mosbach, Mosbach-Waldsteige und Osterburken.

Über 40 Mädchen haben dieses Angebot genutzt. Die Gastgeberinnen vom Jugendzentrum „Future“, Irina Kreps und Julia Köhler, freuten sich im Jugendhaus selbst und in drei Klassenräumen der benachbarten Schule am Limes über die fröhliche und lebhafte Atmosphäre.

Zur Auswahl stand im Wellness- und Gesundheitsbereich „Ayurvedische Hand- und Gesichtsmassage“, angeleitet von Kira-Lorena Frey und „Effektive Schönheitstipps“, die Angelika Bronner-Blatz vom Fachdienst Gesundheitswesen des Landratsamtes gab. Die nutzte auch gleich die Möglichkeit zum Gespräch über andere Themen. „Auf dieser Basis kann man altersgerecht und sensibel auch Dinge wie Freundschaft und erste Liebe ansprechen. Und natürlich auch HIV und AIDS, “ so Angelika Bronner-Blatz, die im Landratsamt für die Beratung zu diesen Themen zuständig ist.

Heiß umkämpft waren die Plätze beim „Stylen und Schminken“ mit anschließendem „Fotoshooting“. Bianca Filbert aus dem Jugendhaus Walldürn war hier mit einigen älteren Mädchen im Einsatz.

Wer tänzerisch ambitioniert war, konnte am Workshop „Hiphop“ teilnehmen: Kristina Gorst von der Tanzgruppe des Jugendzentrums „Future“, zeigte einzelne Tanzschritte und kurze Schrittkombination zum Mitmachen. Kreativ tätig war Anja Schöner vom Kinder- und Jugendzentrum Buchen, bei der ebenso wie bei Amalie Roth vom Jugendtreff Waldsteige gemalt wurde.

Und wer Fotografieren aus einer neuen Perspektive kennen lernen wollte, hatte dazu die Gelegenheit beim Workshop von Elisabeth Ehret.

Neues entdecken, den eigenen Horizont erweitern, diese Idee steckte hinter dem Mädchenaktionstages, der sich insbesondere an die Mädchen richtete, die aus finanziellen Gründen kaum Freizeitangebote nutzen können.  „So was habe ich noch nie gemacht. Das war echt toll, da komme ich nächstes Mal wieder“, war dann auch  der Kommentar eines Mädchens. Tatsächlich haben die sehr positiven Rückmeldungen die Akteurinnen bestärkt, dieses Angebot zu wiederholen.

Die Kreisjugendreferentin hat es sich ohnehin zum Ziel gesetzt, die Mädchenarbeit im Landkreis weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch ein intaktes Netzwerk. Im April 2009 initiierte sie einen „Runden Tisch“ mit den verschiedenen Fachkräften aus der Mädchenarbeit. Inzwischen ist daraus der „Arbeitskreis Mädchenarbeit“ mit regelmäßigen Treffen, der Planung von gemeinsamen Aktionen – wie dem Mädchenaktionstag –  und Arbeit an Fachthemen entstanden. Wer Interesse an einer Mitarbeit am „AK Mädchenarbeit“ hat oder Informationen wünscht,  kann sich bei Elisabeth Ehret im Kreisjugendreferat des Landratsamtes melden (Telefon  06261/84-2112, E-Mail  elisabeth.ehret@neckar-odenwald-kreis.de).

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Ein großformatiges Bild, das beim ersten Mädchenaktionstag in Osterburken entstanden ist, verblieb als Dank im gastgebenden Jugendzentrum „Future“. (Foto: LRA)

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