Polizeihundestaffel bleibt in Buchen

MdL Georg Nelius „Mir sind etliche Steine vom Herzen gefallen!“

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Interessante Einblicke in den Dienstbetrieb der Buchener Polizei-Hundegruppe: EPHK R. Günther (Leiter Führungsgruppe Polizeirevier Buchen), POR Schneider (Leiter Polizeirevier Buchen), PHM Esposito mit DH Hasko,  POK K. Tengler (Leiter der PH-Gruppe), PK R. Gerold, MdL Georg Nelius, PHM Künkel. (Foto: pm)

Buchen. (pm) Um sich einen Eindruck vom Dienstbetrieb der Buchener Polizei-Hundegruppe und die Leistungsfähigkeit der Teams aus Hundeführer und Hund zu verschaffen, besuchte SPD-Landtagsabgeordneter Georg Nelius kürzlich persönlich die Dienststelle in Buchen.

„Die Entwicklungen in Buchen betrachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ so MdL Nelius.

Das weinende Auge blicke auf den Wegfall der Kriminalaußenstelle (KAST). Er brachte aber die Hoffnung zum Ausdruck, dass der neu eingerichtete Kriminaldauerdienst (KDD) die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen werde und die befürchteten Mehrbelastungen für die Reviere und Posten auf ein Minimum reduziert blieben. Immerhin werde dort die Personalstärke durch zusätzliche Polizeibeamte verbessert. „Ich setze mich auch weiterhin dafür ein, dass die Sicherheit im Neckar-Odenwald nicht leidet. Ich bin überzeugt davon, dass die Reform für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger keine Nachteile bringt“ so Nelius. Er bedauere, dass die neuen Strukturen für einige Betroffene persönliche Nachteile bringen könnten, versichere jedoch, dass es sein Anliegen sei, diese möglichst klein zu halten: “Ich nehme die Sorgen der Betroffenen ernst“.




Mit dem lachenden Auge blickt Georg Nelius auf die Polizei-Hundegruppe. Der Buchener Revierleiter Joachim Schneider zeigte sich dankbar und erleichtert, dass mit der Unterstützung durch Georg Nelius der Erhalt der Polizeihundegruppe am Standort Buchen erreicht werden konnte. Ohne Diensthundeführer am Standort Buchen wäre ein wesentliches Sicherheitselement für den gesamten Neckar-Odenwald-Kreis weggefallen.

Die seit dem Jahr 2000 in Buchen etablierte Polizei-Hundegruppe ist organisatorisch der Verkehrspolizei und zukünftig der Hundestaffel des PP Heilbronn mit Sitz in Offenau zugeordnet. Nach derzeitigem Organigramm leisten die Hundeführer ausschließlich Tagdienst und haben deshalb keinen Anspruch auf die Zulagen wie die Kollegen im Schichtdienst. „Ich halte die derzeitige Einstufung der Hundeführer als Angehörige des Tagesdienstes für „nicht sachgerecht“,  so der Leiter der Hundegruppe Kunibert Tengler. De-facto sei die Gruppe eine Service-Dienstelle für alle Polizeikräfte im Neckar-Odenwald und darüber hinaus. Deshalb würden sie auch rund um die Uhr im gesamten Neckar-Odenwald-Kreis angefordert. Allein in diesem Jahr wurden sie zu etwa 350 Einsätzen gerufen und dabei sind über 500 Nachtstunden pro Beamter geleistet worden. Immerhin sei die Anzahl der Rauschgifteinsätze pro Diensthund  mit den hoch spezialisierten Rauschgiftspürhunden im Neckar-Odenwald-Kreis  etwa gleichhoch wie in Mannheim.

Hinzu kämen unter anderem noch Streifen- sowie Kontrollgänge, Einsätze bei Veranstaltungen, Hilfe bei Vermisstensuchen oder Verstärkung bei Polizeizugriffen. Ergänzt werde dies durch Unterstützungsaufgaben für das Landratsamt, wie Kampfhundeüberprüfungen oder Hilfen im Rahmen des Tierschutzes.

MdL Nelius, dem dieser Sachverhalt bis dahin so noch nicht gegenwärtig war: „Ich kann die Auffassung der Hundeführer nachvollziehen und denke, dass hier eine Änderung herbeigeführt werden sollte. Ich werde ihr Anliegen an die entsprechenden Stellen weitergeben und um entsprechende Prüfung nachsuchen.

„Das gewaltige Arbeitspensum und das breite Aufgabenspektrum der Hundegruppe zu bewältigen, ist eine große Leistung, die nur erbracht werden kann, wenn jeder Hundeführer kompetent, hochmotiviert und engagiert seinen Dienst verrichtet und zudem die „Chemie“ untereinander hundertprozentig stimmt“ fand MdL Nelius zum Abschluss lobende Worte für die Hundestaffel.

Ebenso sicherte er zu, sich auch weiterhin kraftvoll und engagiert um die Anliegen der Polizei an beiden Standorten in Buchen und Mosbach kümmert, wofür ihm der Buchener Revierleiter auch im Namen seiner Kollegen herzlich dankte.

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