Fahrdienst ist absolute Erfolgsgeschichte

Seckach. (lm) Der Seckacher „Fahrdienst“, der sich 2009 unter dem „Dach“ des Arbeitskreises Soziales Netzwerk gegründet hat, ist nicht nur nach Aussage von Bürgermeister Thomas Ludwig ein wahrer Segen für die Gemeinde und vor allem für die Mobilitätserhaltung der älteren Generation, er kann mit derzeit fast 350 Fahrten pro Jahr auch als absolute Erfolgsgeschichte gesehen werden. Dies belegt auch die Anerkennungsurkunde des Bundesverkehrsministeriums in einer Anerkennungsurkunde.

Im Beisein des Bürgermeisters sowie Iris Bronner als Koordinatorin zur Gemeindeverwaltung, des Fahrdienstkreises und des großen ehrenamtlichen Fahrerteams resümierten Sprecherin Maxi-Monika Thürl und „Finanzexpertin“ Maximiliane Brenneis das Berichtsjahr 2012 im Klinge-Gasthaus „St. Benedikt“. Dabei wurde noch einmal deutlich, dass der Fahrdienstkreis, der von Maxi Brenneis, Rita Depta, Margot Eberle, Kerstin Frank, Helga Geisler, Josef Kowatschitsch, Elfriede Reichert, Elfriede Trenkle und Maxi-Monika Thürl getragen wird, sich zur Organisation von Veranstaltungen der Gemeinde, Ausweitung des Vermittlungsdienstes der Fahrdienstzentrale auf die neue „Ämterhilfe“ oder auch der Grenzen der Einsatzbereitschaft viermal getroffen hatte.




Die drei Mitarbeiterinnen der Fahrdienstzentrale müssen je Fahrt mindestens drei Telefonate führen. An der Spitze stand die Vermittlung von 184 Fahrten zum Zweck physiotherapeutischer Behandlung, gefolgt von 83 Fahrten zu ärztlicher Beratung oder ärztlicher Behandlung, 26 Fahrten für Besuche in Alten- und Pflegeheimen und schließlich auf Bahnhofsfahrten, Besorgungen, Fußpflege- und Frisörtermine sowie Veranstaltungsbesuche. In Seckach wurden die 95 Fahrten von 15, in Großeicholzheim die 245 Fahrten von 10 Fahrern und Fahrerinnen durchgeführt. Dieses „Missverhältnis“ ist vermutlich der einzige Wermutstropfen in der Erfolgsbilanz des Fahrdienstes, und der Organisationskreis würde sich dringend noch einige Fahrwillige im Kernort wünschen, um zum einen das derzeitige Team etwas zu entlasten und zum Zweiten Mobilitätseingeschränkter Menschen in der Gemeinde auch weiterhin helfen zu können.

Im Jahr 2012 standen für den Fahrdienst 35 Fahrer und drei Begleitpersonen zur Verfügung. Von den Begleitpersonen war eine in mehrfachem Einsatz. Bei den Fahrern handelt es sich in sieben Fällen um Ehepaare, bei denen ein Partner zur Aushilfe bei Engpässen bereit steht. Bis Ende 2012 schieden sieben Fahrer aus unterschiedlichen Gründen aus dem Fahrdienst aus, vor allem wegen Krankheit oder Wohnortwechsel. Die aktuelle Zahl von Fahrern und Begleitpersonen beträgt zu Beginn des Jahres 2013, also im Augenblick 3 plus 28. „Es ist also eine gegenläufige Entwicklung von Fahrgast- und Fahrerzahlen zu beobachten“, so Maxi Thürl weiter in ihrem Bericht.

Das soziale Engagement Seckacher Bürger habe beispielhaft über Seckach hinaus gewirkt, denn 2012 erreichten 12 Anfragen aus anderen Gemeinden den Seckacher Fahrdienst. Es seien Gespräche geführt und allen Anfragenden Informationsmaterial zugesandt worden. Darüber hinaus hatte der Seckacher Fahrdienst 2012  sich bei der  Eurokommunale in Gazzada-Schianno, dem Seckacher Bahnhofsfest „Bahnhofs(t)räume“, dem Seckacher Seniorennachmittag im Rahmen der Demografiewoche, dem internationalen Zeitbanktreffen in Seckach und bei der Interessengruppe “Generationennetzwerk“ in Boxberg zu präsentieren.

Über die Ansprüche an den Fahrdienst und das Aufzeigen seiner Grenzen wusste abschließend Maximiliane Brenneis einiges zu berichten.

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