Musikalisches Glaubensbekenntnis überzeugt

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(Foto: Liane Merkle)

Seckach. (lm) Ovationen am Ende eines über zweistündigen Konzerts dokumentierten sehr klar, dass Stefan Jakob und Michael Döring in der Großeicholzheimer St. Laurentiuskirche mit ihrem „ökumenischen musikalischen Glaubensbekenntnis“ überzeugt und begeistert hatten.

Das neue Programm „Durch das Jahr – durch das Leben“ des Liedermachers Stefan Jakob stellte sich als absolut runde Sache heraus, denn während er den Abend mit seinem Lied „Schön zu leben sag‘ ich, obwohl vieles dagegen spricht. Schön zu leben sag‘ ich, Pessimismus du kriegst mich nicht“ eröffnete, hatte er die Besucher in der gut gefüllten Kirche am Ende des Konzerts so überzeugt vom Alltag im Glauben, dass sie das Lied nur zu gerne mitsangen. Dazwischen begeisterte der Liedermacher, Sänger, Gitarrist und Mundharmonikaspieler zusammen mit Michael Döring an E-Piano und Akkordeon mit seinem unvergleichlichen musikalischen Gottesdienst.




Es gab zwar keine Liturgie, dafür aber überzeugenden Lobpreis, Gedanken zum wirklichen Leben in der heutigen Zeit über Partnerschaftsprobleme ebenso wie über die Angst um diese Erde, und es gab den Dank, der das Leben reicher macht. Stefan Jakob – übrigens gebürtiger Mosbacher – kam seinem eigenen Anspruch sehr nahe: „Wir versuchen in unseren Konzerten, etwas vom Himmel auf die Erde zu tragen“. Sein evangelischer Kollege stellte ihren gemeinsamen Heimatort Pfedelbach und ihre ökumenische Zusammenarbeit im Glauben an den einen Gott und in ihrer Musik vor und empfahl dem Publikum: „Nehmen sie die Gedanken unserer Lieder mit nach Hause“. Und das war tatsächlich ein Leichtes, den die beiden Glaubensboten folgten mit Begeisterung der Schönheit der Jahreszeiten, ebenso wie den alltäglichen Lebensabschnitten, die durch den Glauben mit Hoffnung und Liebe gefüllt werden. Die dem Pessimismus ein klare Absage erteilen und die den Menschen mit Dankbarkeit erfüllen, wenn er erst einmal erkannt hat, für was er alles dankbar sein kann.

Mit seinem Lied „Ich wär so gern dein Troubadour“ brachte Stefan Jakob sicher einige zum Nachdenken, aber andere auch zum Schmunzeln – wie zum Beispiel Pfarrer Martin Drathschmidt, der an den „Troubadix“ aus den Asterix-Heften dachte, der ganz anders als Troubadour Jakob wegen seines schrecklichen Gesangs weit ab von den Menschen gefesselt worden war. Der Dank des Pfarrers ging voll Bewunderung an die beiden Musiker, „die nur mit den 6 Seiten der Gitarre, den wenigen Tasten des E-Pianos und einer Stimme die Besucher mit ihren Liedern berührt haben“, und ihnen Hoffnung und Lebensfreude in den Alltag mitgaben.

Ein weiteres „Vergelt’s Gott“ ging an den Filialausschuss und den Förderverein St. Laurentius Großeicholzheim für die Planung und Durchführung des Konzertes zugunsten der notwendigen Kirchenrenovierung. Mit einem gesungenen Gebet bedankten sich die beiden Musiker abschließend bei dem „tollen Großeicholzheimer Publikum“, das sie so freundlich aufgenommen hätte. 

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