„Hebammen auf dem Land unverzichtbar“

Dr. Dorothee Schlegel, MdB, zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Berlin. (pm) Die steigenden Prämien zur Berufshaftpflicht-versicherung stellen viele Hebammen vor große Probleme. Sie können sich die Beiträge schlicht nicht mehr leisten und sind in ihrer beruflichen Existenz gefährdet. In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend waren mit Ingrid Fischbach, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit sowie Elke Ferner, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Familienministerium gleich zwei hochrangige Regierungsvertreterinnen anwesend und stellten sich den Fragen der Abgeordneten.




„Als Abgeordnete des Wahlkreises Odenwald-Tauber kenne ich die Situation vor Ort sehr gut: Das nächste Krankenhaus ist oftmals viele Kilometer vom Wohnort entfernt. Die Wahlmöglichkeit zwischen Krankenhaus und Hausgeburt muss weiterhin bestehen bleiben. Gerade im ländlichen Raum sind Hebammen daher unverzichtbar. Die Versorgung durch Hebammen muss weiterhin sichergestellt sein, um Mütter und auch Väter beim ‚Eltern-Werden‘ kompetent zu begleiten.

Im Gespräch mit den Staatssekretärinnen wurde deutlich, dass eine kurzfristige Interimslösung für Hebammen so schnell wie möglich gefunden werden muss.

Langfristig müssen die bestehenden Regelungen für die Berufshaftpflichtversicherungen von medizinisch-sozialen Berufsgruppen grundsätzlich überdacht werden. Denn das Problem der Hebammen ist auch eines der anderen Berufsgruppen“, erklärt Dr. Dorothee Schlegel.

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