Solarstrom speichern als Modell mit Zukunft

Energieagentur verweist auf neue Konzepte und Infoveranstaltungen

1000 Dächer plus

Über den Start des neuen Programms „1000-Dächer-Plus Main-Tauber-Kreis“ freuen sich (von links): Michael Schneider (Vorstandsmitglied Volksbank), Frank Künzig (Geschäftsführer Energieagentur), Wolfgang Maier (Volksbank), Wendelin Geiger (Leiter Geschäftsfeld Energie und Umwelt, Volksbank) sowie Schirmherr und Landrat Reinhard Frank. (Foto: LRA)

Main-Tauber-Kreis. (pm) Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und an Fassaden gehören mittlerweile zum gewohnten Bild in den Städten und Dörfern des Main-Tauber-Kreises. Die Energieerzeugung durch solche Anlagen ist unumstritten die am meisten akzeptierte Form der alternativen Energiegewinnung. Dennoch ist der Zubau im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen, da mit regelmäßiger Veränderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Einspeisevergütung stark gesunken ist. In diesem Zusammenhang weist die Energieagentur Main-Tauber-Kreis ausdrücklich darauf hin, dass die Installation einer PV-Anlage auch heute noch deutliche Vorteile bringen kann.

Geschäftsführer Frank Künzig macht auf mehrere Informationsveranstaltungen der Energieagentur in Kooperation mit der Volksbank Main-Tauber und der Firma BayWa r. e. aufmerksam: am Dienstag, 29. April, im Dorfgemeinschaftshaus Bad-Mergentheim-Neunkirchen, am Montag, 5. Mai, in der Volksbankfiliale in Wertheim-Bestenheid und am Donnerstag, 8. Mai, in der Volksbank-Hauptstelle in Tauberbischofsheim werden jeweils um 19 Uhr fachkundige Partner der gemeinsam getragenen Aktion „1000-Dächer-Plus Main-Tauber-Kreis“ die zukunftsweisende Technik und das dahinterstehende Konzept vorstellen sowie zu Finanzierungsmodellen und Fördermöglichkeiten beraten. Für die Aktion „1000-Dächer-Plus“ hat auch in diesem Jahr Landrat Reinhard Frank wieder die Schirmherrschaft übernommen. Frank zeigt sich ebenso wie die beteiligten Partner überzeugt von dem vorgestellten Modell. „Der weitere Zubau von allseits akzeptierten Solaranlagen durch private und gewerbliche Betreiber schont mittelfristig nicht nur den Geldbeutel, sondern bringt in Sachen regenerativer Energienutzung den Main-Tauber-Kreis auch weiterhin nach vorne und wirkt sich positiv auf Ökologie und Umwelt aus“, lautet sein eindeutiges Fazit.




Die Vorteile einer PV-Anlage zeigen sich heute nicht mehr in einer Rendite in Form von Einnahmen für den Betreiber durch die Einspeisevergütung. „Das neue Modell bezüglich der PV-Nutzung ist die deutliche Verringerung der Strombezugskosten mittels der Eigennutzung der selbst erzeugten Energie“, sagt Geschäftsführer Frank Künzig, selbst Betreiber einer kleinen Anlage.

Das Konzept zum wirtschaftlichen Betrieb neuer Anlagen liegt mittlerweile darin, die jeweilige Anlage nicht mehr so groß wie möglich auf dem zur Verfügung stehenden Dach auszubilden, sondern konkret sowohl energie- als auch kosteneffizient auf den Strombedarf im Gebäude zu bemessen. Dies gilt sowohl für Wohngebäude als auch für Gewerbe- und Bürobauten, aber auch für alle weiteren Gebäude, in denen insbesondere tagsüber Strom verbraucht wird. Basis der Größenbemessung ist der durchschnittliche Tagesverbrauch im Gebäude. Dahinter steht wiederum das Bestreben, möglichst viel der erzeugten Energie im Gebäude direkt zum Zeitpunkt der Erzeugung auch zu verbrauchen. Optional bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit, mittels eines Speichers den erzeugten Strom zwischenzuspeichern und am Abend, in der Nacht oder am nächsten Morgen zu verbrauchen. Bei Erzeugungskosten, die pro Kilowattstunde in einer Vollkostenrechnung weit unter dem Strombezugspreis vom Energieversorger liegen, und einer Vergütung, die derzeit lediglich noch bei etwa 13 Cent pro Kilowattstunde liegt, ist der Einspareffekt der optimierten Eigennutzung offensichtlich.

Hinweisen möchte Künzig ebenfalls auf die Tatsache, dass somit zukünftig auch Dach- und Fassadenflächen interessant werden, die bisher eher vernachlässigt wurden: Eine beidseitig mit nur wenigen Modulen genutzte Ost-West-Ausrichtung eines Hausdaches kann mit dem neuen Modell günstiger sein als bisher, da die relativ hohe Leistung der Morgensonne und die ebenfalls länger andauernde Erzeugung am Abend deutlich höhere Anteile bei der Eigenstromnutzung ermöglichen. Ein intelligentes Speichermanagement, das dann noch die Erzeugungsspitze am Mittag und weitere Überkapazitäten in den Speicher führt, kann die Anlagenleistung optimieren und stellt damit eine Investition auf wirtschaftlich gefestigte Beine. „Eine Amortisation bei den mittlerweile stark gefallenen Modulpreisen zeigt sich nicht mehr anhand des finanziellen Gewinns, sondern auf Basis der eingesparten Energiekosten“, ist Künzig überzeugt.  eamt

INFO:

Weiterführende Informationen zur Technik und zu den Informationsveranstaltungen sowie zur Anmeldung findet man auf der Seite der Energieagentur www.ea-main-tauber-kreis.de oder auf Anfrage unter Telefon 09341/82-5813.

 

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