Die NeChaotenWäldler sind preiswürdig

Vier Schülerinnen des Nikolaus-Kistner-Gymnasiums gewinnen beim Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten Landes- und Förderpreise

Mosbach. (pm) Die Landessieger des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten stehen fest. Aus insgesamt 1.563 eingereichten Beiträgen wurden 250 Landespreis- und 250 Förderpreisträger ausgewählt. Von September 2014 bis Februar 2015 waren bundesweit über 5.000 Schülerinnen und Schüler auf historischer Spurensuche. Mit den Auszeichnungen auf Landesebene würdigt die Körber-Stiftung herausragende Arbeiten zur Ausschreibung »Anders sein. Außenseiter in der Geschichte« aus jedem Bundesland. 

Die »Spurensucher« haben eine große Themenvielfalt zum »Anders sein« aus historischer Perspektive erforscht: Sie setzten sich beispielsweise mit Verfolgungsschicksalen im Nationalsozialismus, dem Umgang mit Behinderung oder der Rolle des »Andersseins« in der DDR auseinander. Zahlreiche Arbeiten schlagen zudem ausgehend von ihrer historischen Analyse den Bogen in die Gegenwart und beziehen zu aktuellen Debatten – beispielsweise um Flüchtlinge – Stellung. »Unsere Teilnehmer bewegt das Thema sehr. Sie wenden sich gegen Vorurteile und Ausgrenzung und fordern mehr Toleranz«, so Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Bildung der Körber-Stiftung.

Zwei Landespreise gingen an Schülerinnen des Nikolaus-Kästner-Gymnasiums Mosbach, wo sie von Christine Eggers betreut wurden. Mit dem Thema „Die NeChaotenWäldler – Protestler, Grüne, Außenseiter – Die Grünen im Neckar-Odenwald-Kreis sicherte sich Johanna Hornbach (11. Klasse) ebenso einen Landespreis wie Laura Scheck (5. Klasse), die für ihre Arbeit zum  Thema „Fritz Heinsheimer – ein angesehener Künstler oder ein Außenseiter? ausgezeichnet wurde. 

Förderpreise erhielten Zoé Brecht (8. Klasse) für „Hexenbesen und Hexenkessel sowie Jette Zizmann (8. Klasse) für „Ein Keulenschlag war jeder Satz, aber er tötete nicht, sondern stachelte, wie alles Unrecht, mein Selbstgefühl auf. Augusta Bender, die Frau, die anderswar. Beide Schülerinnen kommen ebenfalls vom NKG. 

Im Juli werden die Preise im Neuen Schloss in Stuttgart übergeben. Am 17. November ehrt der Bundespräsident die fünf Erstpreisträger auf Bundesebene in Schloss Bellevue. 

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