Innenminister Rech beim Unternehmertreff

Goldschmitt Techmobil AG stellt sich vor

Minister Heribert Rech mit Landrat Dr. Brötel. (Foto: LRA)

Walldürn. „Ich bin immer froh, wenn ich bei Menschen sein kann, die nicht vom Stillstand leben, sondern  produzieren und investieren. Bei Menschen wie Ihnen“, erklärte Baden-
Württembergs Innenminister Heribert Rech MdL, der verspätet zum Unternehmertreff der Wirtschaftförderungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises (WiNO) ins Goldschmitt-Technik-Center in Walldürn kam. Als kleiner Ausgleich wollte er aber „auf jeden Fall bleiben, solange es irgendwie geht.“ Das hat er dann auch wahr gemacht und ähnlich sympathisch wie der Minister kam die gesamte Veranstaltung rüber, zu der Landrat Dr. Achim Brötel alle „unternehmerisch Tätigen“ im Kreis eingeladen hatte.

Erfreulich viele waren dieser Einladung gefolgt, um sich  in netter Umgebung kennen zu lernen und auszutauschen. „Vor das Vergnügen hat der liebe Gott aber bekanntlich den offiziellen Teil gestellt“, erklärte der Landrat augenzwinkernd bei seiner Begrüßung. Die fiel kurzweilig aus. Dr. Brötel hob nur einen Punkt hervor: die Initiative Breitbandinfrastruktur Neckar-Odenwald-Kreis, gesteuert vom Landkreis und von der WiNO, die von den Sparkassen unterstützt wird. „Hier waren wir extrem schnell und zudem gut. Wir bekommen ein Maximum an Fördermitteln und der praktisch flächendeckende Anschluss an die Datenautobahn bis Ende 2011 ist ganz einfach ein riesiger Erfolg zugunsten unserer Wirtschaft und natürlich auch für die privaten Haushalte.“

Der Gastgeber des Abends, Dieter Goldschmitt, stellte im Anschluss sein Unternehmen vor. Aktuelle Schlagzeilen wie das „schnellste Reisemobil der Welt“ – von Goldschmitt „veredelt“ – sorgen für Popularität, die der studierte Lehrer aber auch und besonders dafür erntet, dass er gemeinsam mit seiner Frau eine kleine Manufaktur in 30 Jahren zum geschätzten Entwicklungspartner für Hersteller aus dem Reisemobil- und Ambulanzfahrzeugbereich weiter entwickelt hat.

Mittlerweile war auch Minister Rech eingetroffen und Moderator Dr. Alexander Dambach kam nicht umhin, den prominenten Gast zum allgegenwärtigen Thema „Stuttgart 21“ zu befragen. Der Politiker verteidigt das Projekt  und wünscht sich, dass beide Seiten bei den Gesprächen durch das „Zurkenntnisnehmen von Fakten und Daten die Emotionalisierung zurückfahren“. Für „seine“ Polizei brach er eine Lanze: „Ich stehe voll und ganz hinter der Polizei. Fehlverhalten allerdings müssen aufgeklärt und geahndet werden, ansonsten aber leisten Polizisten mit immer weniger Personal und immer mehr Aufgaben einen hervorragenden Job.“ Auch die Handwerker, der Mittelstand und die regionalen Bankenlandschaft bekamen ein dickes Lob: „Sie haben sich in der Krise richtig verhalten, ihre Leute nicht entlassen und eine Bodenhaftung bewiesen, auf die die Politik künftig noch viel mehr Wert legen muss.“

Als Hobbyfußballer spiele er da, wo er hingestellt würde, bekannte der Politiker und „leidenschaftliche Zuschauer“, womit zu einem echten Profi übergeleitet worden war: zu Karlheiz Förster nämlich, 81fachem Fußballnationalspieler aus Schwarzach, der heute als Spielervermittler und sportlicher Berater der TSG 1899 Hoffenheim arbeitet. Mit diesem „rundum netten Kerl“ unterhielt sich Dr. Dambach über deutschen Fußball im Allgemeinen und die Entwicklung einiger Bundesligavereine im Besonderen. Damit war dann auch der offizielle Teil beendet. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ hatte der Landrat an den Anfang seiner Begrüßung gestellt. Und unter diesem Motto entwickelte sich dann auch ein reger Austausch unter den vielen Gästen in Walldürn, musikalisch hervorragend begleitet von der Big Band der Joseph Martin Kraus-Musikschule aus Buchen unter der Leitung von Alexander Monsch.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: