Sanierungsbedarf war nicht zu übersehen

Rundgang mit MdL Charlotte Schneidewind-Hartnagel

Unser Bild zeigt Ortvorsteher Winfried Glasbrenner, Bürgermeister Joachim Locher und MdL Schneidewind-Hartnagel. (Foto: Laura Glasbrenner)

Daisbach. (pm) Über die dörfliche Infrastruktur und das geplante Sanierungsgebiet ließ sich Charlotte Schneidewind-Hartnagel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im baden-württembergischen Landtag bei einem Besuch in Daisbach informieren. Waibstadts Bürgermeister Joachim Locher und Ortsvorsteher Winfried Glasbrenner führten aus, dass Ortschafts- und Gemeinderat sich schon 2009 einstimmig für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte Daisbach“ ausgesprochen haben. Der Antrag auf Förderung wurde für dieses Jahr jedoch vom Regierungspräsidium abgelehnt und muss erneut gestellt werden.

Die von der LBBW – Kommunalentwicklung erstellte „Vorbereitenden Untersuchung“ hatte ergeben, dass 78 Prozent aller Gebäude im Untersuchungsgebiet deutliche Mängel aufweisen, die mehr oder weniger durchgreifende Modernisierungsmaßnahmen erfordern. Sowohl die Wohnqualität, als auch das Ortsbild wird dadurch beeinträchtigt. Außerdem fehlt es an Läden für den täglichen und wöchentlichen Bedarf und es gibt Leerstände, vor allem im Bereich ehemals landwirtschaftlicher Hofanlagen. Die Betroffenen sehen nach dem Ergebnis einer Befragung die Sanierung positiv – kein Beteiligter ist einer Sanierung gegenüber negativ eingestellt.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Sanierungsbedarf war nicht zu übersehen“ url=“http://www.NOKZEIT.de/?p=14741„] Ein großes Problem für die Anwohner ist der starke Durchgangsverkehr auf der Daisbachtalstraße mit Immissionen durch Lärm, Feinstaub und Abgasen sowie Erschütterungen durch den Schwerlastverkehr, gab der Ortsvorsteher Klagen aus der Bevölkerung weiter. Nur wenige Fahrer halten das vorgeschriebene Tempo 30 ein. Leider können die Gemeinden selbst keine ortsfesten „Blitzer“ aufstellen. Die Anregung, dies künftig zu ermöglichen, wird die grüne Abgeordnete mit nach Stuttgart nehmen.

Beim Rundgang durch den alten Ortskern waren schön gepflegte Gebäude und Vorgärten zu sehen, es war aber auch der Sanierungsbedarf an vielen Häusern und den Ortsstraßen unverkennbar. Charlotte Schneidewind-Hartnagel teilte mit, dass die grün-rote Landesregierung keine Änderungen in den Schwerpunkten und der Handhabe des Landessanierungsprogramms beabsichtigt. Anders lautende Äußerungen entbehren jeder Grundlage. Das heißt, dass der Antrag auf Aufnahme Daisbachs in das Sanierungsprogramm für 2012 eine höhere Priorität erhalten wird.

Im „Lädl“ in der Neuen Straße gefielen der Abgeordneten die heimischen Produkte. Aus ihrer Sicht würde ein genossenschaftlich betriebener Dorfladen in der Ortsmitte bessere Chancen bieten. Angetan war sie von der guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch die Palatina-Busse. Die Belange des ländlichen Raumes liegen ihr besonders am Herzen, machte MdL Schneidewind-Hartnagel deutlich. Die Daisbacher können sich deshalb bezüglich ihrer Unterstützung für das Sanierungsvorhaben gut aufgehoben fühlen.

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