Klima hat Einfluss auf Bäume

Hervorragendes Wirtschaftsjahr für die FBG Südlicher Odenwald

Muckental. Die Forstbetriebgemeinschaft (FBG) Südlicher Odenwald mit ihren 257 Mitgliedern hat erneut ein an Aktivitäten reiches und erfolgreiches Jahr hinter sich. Darauf verwies der Vorsitzende Berto Roos gleich nach seiner Begrüßung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Sportheim in Muckental. Roos ging insbesondere auf die extremen Temperatur- und Niederschlagsschwankungen ein, die das meteorologische Jahr bestimmt haben und entsprechend Einfluss auf Bestand und Wuchs der Bäume hatten. Und natürlich auch auf den gemeinsamen Ausflug nach Durbach mit geselligem Abschluss im Besen, der ein Beweis für das gute Miteinander im Rahmen der FBG sei.

Den Kassenbericht trug Geschäftsführer Fritz Kohl vor. Der Durchschnittserlös ist erneut gestiegen bei nur leicht reduzierten Gesamtumsatz; ein Fakt, der sehr erfreut zur Kenntnis genommen wurde. Mit einem durchschnittlichen Hiebsatz von 6,5 Erntefestmetern pro Jahr und  Hektar sei die Nachhaltigkeit keineswegs gefährdet, vielmehr sollten die Potentiale in den Jungbeständen „offensiv“ genutzt werden, wie den Mitgliedern erklärt wurde. Die Kassenprüfer bescheinigten schließlich eine tadellose Kassenführung, die Entlastung der Vorstandschaft war eine reine Formsache.




In der Folge beleuchtet der Geschäftsführer der Forstkammer, Jerg Hilt, das politische und gesellschaftliche Spannungsfeld, in dem sich die privaten und kommunalen Forstbetriebe mit ihren Interessen behaupten müssten. Er nutzte das Jubiläum „300 Jahre forstliche Nachhaltigkeit“, an das 2013 erinnert werde, und rief dazu auf, aus diesem Anlass auch der breiten Öffentlichkeit die Belange, Interessen und Schwierigkeiten heutiger Waldbesitzer näher zu bringen. „Die große Bedeutung des Waldes für die heutige Gesellschaft wird nämlich viel zu selten gesamtgesellschaftlich gewürdigt“, so der Geschäftsführer.

Nach einer kurzen Pause informierte Revierleiter Wolfgang Kunzmann über neue Pflanzverfahren und die Bedeutung von Totholz für das Waldökosystem. Büroleiter Markus Volk erläuterte die aktuell guten Holzabsatzmöglichkeiten und gab Tipps zur Holzaushaltung und Renditesteigerung im Kleinprivatwald. Den letzten Fachvortrag hielt Revierleiter Thomas Müller; er appellierte an die Waldbesitzer, die Wege freizuschneiden und die Grenzabstände einzuhalten und untermauerte diese Forderung mit zahlreichen eindrucksvollen Bildern. „Nur wenn sich jeder daran hält, ist eine reibungslose Holzabfuhr möglich“, betonte der Revierleiter. Müllers Appell entfachte eine lebhafte Diskussion zum Thema Wegunterhaltung, die noch nach dem offiziellen Versammlungsende in allerdings stets konstruktiver und freundschaftlicher Form fortgesetzt wurde.

Die einstimme Zustimmung zu einer erforderlichen Gebührenerhöhung markierte schließlich den Schlusspunkt unter einer harmonischen und informativen Versammlung. Dabei wurde auch nicht versäumt, der engagierten Sportheimmannschaft für die nicht selbstverständliche Bewirtung zu danken.

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