Angekommen in der neuen Heimat

Johannes-Diakonie feiert Einweihung des Wohn-Pflegeheims in Walldürn

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Architekt Gerhard Loew überreichte den Bewohnerinnen Monika Seitz (l.) und Annemarie Haas (r.) sowie Regionalleiterin Rosemarie Jany einen symbolischen Schlüssel. (Foto: pm)

Walldürn. (pm) „Wir sind gut angekommen“. Mit diesen Worten fasste die Leiterin der Region Main-Tauber-Odenwald der Johannes-Diakonie Mosbach, Rosemarie Jany, die ersten Monate zusammen, die seit dem Einzug der ersten Bewohner in das „Haus am Limes“ vergangen sind. Zur offiziellen Einweihung hieß sie Bewohner, Mitarbeiter und Gäste im Neubau an der Wettersdorfer Straße willkommen. Der Rahmen war festlich: Girlanden in Grün-Weiß-Rot, den Farben Walldürns, symbolisierten Verbundenheit mit der neuen Heimat. Für die musikalische Begleitung sorgten die Musikschule Walldürn und die Musikgruppe des Wohn-Pflegeheims.

Zur Einweihung begrüßte Jörg Huber, Pädagogischer Vorstand der Johannes-Diakonie, auch Vertreter von Stadtverwaltung, Kirche und örtlichen Vereinen. Pfarrer Karl Kreß und Pater Josef Bregula aus Walldürn sowie der Pfarrer der Johannesgemeinde in Mosbach, Richard Lallathin, gestalteten gemeinsam eine Andacht. Lallathin erinnerte in Anspielung auf das Wort Limes (Grenze) daran, dass zu einer Grenze auch deren Überwinden gehört und wünschte sich ein offenes Haus, das „Gastfreundschaft verbreitet“. Der erste Landesbeamte Martin Wuttke betonte als Vertreter des Neckar-Odenwald-Kreises, dass mit dem neuen Wohn-Pflegeheim die Betreuung von Menschen mit Behinderung in der Nähe ihrer Familien Wirklichkeit wird.




Für die Stadt hieß Bürgermeister Markus Günther die Bewohner willkommen. „Wir sind stolz, ein Baustein unter den Standorten der Johannes-Diakonie zu sein“, sagte Günther. Der Verkauf des Baugrundstücks durch die Kolpingsfamilie Walldürn sei für alle Beteiligten ein Glücksfall gewesen. Jany dankte in ihrem Grußwort für die offene Aufnahme durch die Bürger. „Auch wir wollen uns engagieren“, erklärte Jany und kündigte schon einmal die Teilnahme der Johannes-Diakonie am kommenden Blumen- und Lichterfest an.

Mit einem überdimensionalen Schlüssel übergab Gerhard Loew vom Architektenbüro Riehle und Partner den Bewohnern symbolisch den Neubau. Anlässlich der Einweihung kündigte er ‒ passend zum schönen Wetter ‒ eine besondere Spende an: ein Sonnensegel, das im Außenbereich des Hauses angebracht werden soll. Eine Überraschung hielt auch Jan Schleicher, Geschäftsführer des Bauunternehmens Michael Gärtner, bereit: Nach seinem Rückblick auf das erfolgreiche Bauprojekt überreichte er einen Spendenscheck über 3000 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende der Johannes-Diakonie, Dr, Hanns-Lothar Förschler, nannte das neue Wohnangebot abschließend ein „Vorzeigeprojekt“. Das Haus stehe für beste Lebensbedingungen und markiere eine wichtige Etappe auf dem Weg der Johannes-Diakonie hin zu mehr dezentralen, gemeindenahen Wohn- und Arbeits-angeboten für Menschen mit Behinderung. „Unsere Bewohner gewinnen hier an Lebensqualität“, bestätigte auch der Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen in der Johannes-Diakonie, Manfred Amend. Im Anschluss an den offiziellen Teil der Feier konnten die Gäste bei Führungen das „Haus am Limes“ und seine Bewohner näher kennenlernen. Das Wohn-Pflegeheim befindet sich auf dem ehemaligen Heidesportplatz und bietet Platz für bis zu 60 Menschen mit Unterstützungsbedarf. Den Männern und Frauen stehen in den fünf Wohngruppen jeweils Einzelzimmer zur Verfügung. Tagsüber arbeiten einige in der Werkstatt für behinderte Menschen in Buchen, die übrigen finden in der sogenannten Tagesstruktur Beschäftigung, die sich in einem Gebäude direkt neben der neuen Wohnstätte befindet.

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In der Tagesstruktur (im Bild links) gegenüber dem Wohn-Pflegeheim finden viele der Bewohner tagsüber Beschäftigung. (Foto: pm)

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