Gemeinsam in der Schule Grenzen setzen

Kooperation bei der Prävention von sexuellen Übergriffen

Mosbach. (pm) Das Nicolaus-Kistner-Gymnasium (NKG), die Ludwig-Erhard-Schule (LES) und die Pestalozzi-Realschule (PRS) kooperierten bei der Prävention von sexuellen Übergriffen unter Jugendlichen und holten ein Theaterstück zum Thema an die Schule. 240 Schüler nahmen das Angebot im großen Musiksaal des NKG an.

Am vergangenen Mittwoch fanden sich die achten Klassen der PRS und des NKG, sowie die Wirtschaftsschulklassen und die Vorbereitungsklassen der LES im NKG ein, um das Theaterstück „Grenzbereiche“ des Ludwigsburger Theaters Q-Rage zu sehen.

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Die beiden Schauspieler Laura Pletzer und Daniel Neumann zeigten auf eindrucksvolle Weise, wie sich aus scheinbar harmlosen Situationen beim näheren Kennenlernen plötzlich sexuelle Übergriffe ereignen können. Während des Stückes wurden auch immer wieder die Gefühle der Beiden beleuchtet und es wurde gezeigt, wie eine sinnvolle Reaktion in einer solchen Situation bei Jugendlichen aussehen kann.

Die Schüler wurden durch den Moderator Jörg Pollinger in den Handlungsablauf mit eingebunden und konnten sich dabei beteiligen und die eigene Meinung kundtun. Besonderes Augenmerk wurde auf die Frage gelegt wann etwas Spaß und wann es Ernst ist und wer dies entscheidet bzw. eine Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung darstellt.

Pollinger stellte deutlich heraus, dass dies auch als eine Straftat geahndet werden kann. Die Schülerinnen und Schüler wurden dafür sensibilisiert, dass sie ihre Grenzen wahrnehmen aber auch Grenzen setzen und die Grenzen der anderen akzeptieren.

Die Aufführung des Theaterstückes wurde von den Schulsozialarbeitern der LES, der PRS und des NKG gemeinsam organisiert und konnte durch die finanzielle Unterstützung des Jugendhilfevereins Mosbach e.V. sowie des Jugendfonds des Neckar-Odenwald-Kreises für die Schüler kostengünstig (1.- Euro p.P.) angeboten werden.

Dies war die zweite Kollaboration der Schulsozialarbeiter der drei Schulen und man war sich am Ende einig, dass man auch im nächsten Schuljahr ein gemeinsames Präventionsprojekt auf die Beine stellen wird.

Schulleiter Jochen Herkert bedankte sich bei den drei Schauspielern und insbesondere beim Schulsozialarbeiter des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums Manuel Zin, der es immer wieder aufs Neue versteht, solche gewinnbringenden Aktionen für die Schüler ins Leben zu rufen.

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_(Foto: privat)_

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