Gerig verabschiedet sich aus Bundespolitik

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Alois Gerig beginnt 2021 einen neuen Lebensabschnitt. (Foto: Deutscher Bundestag / von Saldern)

Als profilierter Vertreter des ländlichen Raums wirkt der Höpfinger zum Wohle der Menschen jenseits der Ballungsräume

Odenwald-Tauber.  Nach 15 Jahren im Berliner Bundestag tritt der 64-jährige Alois Gerig, vom Schlempertshof bei Höpfingen, bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr als Direktkandidat der CDU im Wahlkreis Odenwald-Tauber an.

Die politische Karriere des Landwirts und zwischenzeitlichen Geschäftsführers des Maschinenrings begann 1997 mit dem Eintritt in die CDU. Den Christdemokraten fühlte sich Alois Gerig verbunden, weil sie sich als „starke und solide Partei für meine ländliche Heimat, für Baden- Württemberg und für Deutschland einsetzt.“

Nur zwei Jahre nach den Parteieintritt wurde der Höpfinger 1999 ich in den Kreistag Neckar-Odenwald gewählt, dem er bis heute angehört. Auf Kreisebene engagierte sich der 64-jährige Politiker besonders für regenerative Energien, Forst- und Landwirtschaft sowie Wirtschaft, Umwelt und Abfall.

Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 wurde Alois Gerig von der Wählern in Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis als Direktkandidat für den Wahlkreis Odenwald-Tauber erstmals in den Bundestag gewählt. Mit 50,3 Prozent erreichte er das beste Erstimmen-Ergebnis in ganz Baden-Württemberg.

Aufgrund seiner beruflichen und persönlichen Vita wurde er von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in den Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entsandt, dem er seit 2015 vorsitzt.

Mit 59,1 Prozent wurde Alois Gerig vier Jahre später von den Wählern eindrucksvoll wiedergewählt. Auch im September konnte der Höpfinger Politiker die Menschen im Wahlkreis Odenwald-Tauber von sich überzeugen und zog mit 46,9 Prozent zum dritten Mal als Direktkandidat in den Bundestag ein. 2018 wurde Gerig erneut einstimmig zum Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft gewählt. Dieses Amt sieht der Christdemokrat bis heute als anwaltschaftliche Vertretung für die Menschen im ländlichen Raum.

Als Landwirt war es Alois Gerig, der im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl antritt, sondern sich im politischen Ruhestand seiner Familie widmen möchte, stets ein Anliegen, dass Politik auf allen gesellschaftlichen Ebenen mit Landwirten, Ernährungswirtschaft und Verbrauchern im Gespräch bleibt. In seiner gesamten Amtszeit war es dem Christdemokrat stets ein Ziel, „die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten und damit unsere vielfältige Kulturlandschaft zu schützen sowie unsere Bürgerinnen und Bürger mit guten und gesunden Lebensmitteln zu versorgen.“. Bis zum letzten Tag seiner Amtszeit im Bundestag will sich Alois Gerig dafür einsetzen, alle Themen für eine gute Zukunft der ländlichen Räume in die politischen Gremien einzubringen.

„Im Herbst 2021 wird eine sehr spannende Phase meines Lebens zu Ende gehen. Der Zeitpunkt, an dem es am schönsten ist und in dem man das Gefühl hat, dass die Menschen einen noch mögen scheint mir gut geeignet, um mich einem neuen Lebensabschnitt zuzuwenden. Ich bedanke mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern der Kreise Main-Tauber und Neckar-Odenwald für ihr in mich gesetztes Vertrauen. Ich bin stolz und dankbar meiner Heimat seit beinahe elf Jahren als Bundestagsabgeordneter dienen zu dürfen und werde dies auch bis zu meinem letzten Tag im Amt mit gewohnt vollem Engagement und Leidenschaft weiterhin tun,“ so MdB Alois Gerig gegenüber NOKZEIT.

Als  Bewerber um die Nachfolge als Direktkandidat im Wahlkreis Odenwald-Tauber hat der Assamstädter Bürgermeister Joachim Döffinger seine Kandidatur angekündigt. Auch die derzeitige MdB Nina Warken strebt die Gerig-Nachfolge an

 

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