Bürgermeister-Check Höpfingen – Warum Sie?

Buergermeister Check Hoepfingen

Wer herrscht künftig „über“ Höpfingen? Erhält Amtsinhaber Ehrenfried Scheuermann (li.) erneut das Vertrauen der Höpfinger? Oder wird Herausforderer Adalbert Hauck (re.) neues Gemeindeoberhaupt des 3.200 Einwohner großen „Quetsche“-Dorfs. Auf keinen Fall ins Rathaus einziehen will Nein-Sager Michael Eckhardt, der den Wähler lediglich die Möglichkeit bieten will, die anderen Kandidaten abzulehnen. (Luftbild Höpfingen: Fritz Geller-Grimm/CC-BY-SA 3.0/Kandidatenfotos: privat)

Höpfingen. Am 16. Juni wählen die Bürger der 3.200 Einwohner großen Gemeinde Höpfingen ihren Bürgermeister. Zur Wahl stehen der 61-jährige Amtsinhaber Ehrenfried Scheuermann, der seit 24 Jahren die Geschicke des „Quetsche“-Dorfs leitet, sowie der 47-jährige Konrektor Adalbert Hauck. Eine Nein-Alternative will Michael Eckhardt (47) bieten, der im Falle einer Mehrheit die Wahl nicht annehmen will.  Sollte im ersten Wahlgang kein Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit erreichen, müssen die Wahlberechtigen am 30. Juni ein weiteres Mal an die Urne.

Damit sich die Wählerinnen und Wähler ein Bild von den jeweiligen Person und deren Positionen machen können, haben wir einen Fragenkatalog entwickelt, mit dem wir alle potenziellen Rathauschefs einem Bürgermeister-Check unterziehen.

Ab heute werden wir die sechs Fragen nach und nach gegenüberstellen. Heute beginnen wir in alphabetischer Reihenfolge. Da wir von Nein-Sager Michael Eckhardt nur eine Antwort auf alle Fragen bekommen haben, werden wir seine Antwort ab der zweiten Frage immer als letztes aufführen, die anderen im Wechsel.

Zum Auftakt erläutern die Kandidaten, warum genau sie der richtige für Höpfingen sind. Morgen geht es dann um Haushaltspolitik und Konsolidierung.


1. Was qualifiziert Sie eher als Ihre Mitbewerber dafür, Gemeindeoberhaupt von Höpfingen zu werden/bleiben? Wo sehen Sie Ihre Stärken und wo Ihre Schwächen?

Michael Eckhardt: Als Kandidat der NEIN!-Idee stelle ich den wahlberechtigten Menschen die Möglichkeit zum NEINsagen zur Verfügung für den Fall, dass sie keinen der anderen Kandidaten wählen und trotzdem der Wahl nicht fernbleiben möchten. Die NEIN!-Idee versteht sich als Alternative, deren bisheriges Fehlen einer der Gründe für die häufig bemängelte geringe Wahlbeteiligung ist. Mit der NEIN!-Idee gibt es endlich eine Möglichkeit, seinen Unmut wie auch seine Ablehnung mit dem gleichen Stimmgewicht wie die Wähler der anderen Kandidaten zu versehen. Es kann schließlich nicht sein, dass Menschen der Wahl fernbleiben, weil die Kandidaten den Wählern unter Umständen nicht zusagen.

Kurz: Selbst wenn ich die Mehrheit der Wählerstimmen auf mich vereinigen kann, werde ich die Wahl nicht annehmen. Meine Vorgehensweise ist durch die freiheitlich-demokratische Grundordnung vollumfänglich gedeckt. Sie wirkt nur deshalb etwas befremdlich, weil es bisher diese Möglichkeit in Form einer Partei nicht gab.


Adalbert Hauck: Seit meiner frühesten Kindheit bin ich in die Vereinswelt von Höpfingen eingebunden und habe seit dieser Zeit vielfältige und intensive Kontakte geknüpft. Seit 1999 bin ich als Gemeinderat in die vielfältige Arbeit und Probleme der Gemeinde Höpfingen miteingebunden und habe an vielen Entscheidungen und Entwicklungen mitgewirkt. In meinem Beruf als Lehrer ist es mir schon immer ein Anliegen im Umgang mit den Schülern die Maxime Offenheit, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Respekt nicht nur einzufordern, sondern auch vorzuleben. Mit derselben Einstellung arbeite ich seit 2006 ebenfalls als Konrektor an Schulleitungen mit und habe dabei als Vorgesetzter bisher Anerkennung, Respekt und Kollegialität erfahren. Es hat sich mir bisher immer wieder gezeigt, ob beruflich oder ehrenamtlich, dass anstehende Probleme sich häufig im Gespräch lösen lassen oder zumindest durch einen Kompromiss eine Verbesserung herbeigeführt werden kann.

All diese Kompetenzen möchte ich auch als Bürgermeister gerne anwenden, um so das Klima des Miteinanders und der Kollegialität in Höpfingen zu fördern.


Ehrenfried Scheuermann: Das Bürgermeisteramt in Baden-Württemberg ist ein sehr umfassendes Amt. Es erfordert gestaltend-politische Kraft ebenso wie die soziale Repräsentanz in einer Gemeinde und vor allem auch in kleineren und mittleren Gemeinden die Qualifikation zur fachlichen Leitung einer bürgernahen Verwaltung. Diese Qualifikationen bringe ich mit. Das habe ich in 24 erfolgreichen Amtsjahren, in denen die Gemeinde eine beispielhafte Entwicklung genommen hat, unter Beweis gestellt. Ich bin als Jurist mit 2. Staatsexamen und der Befähigung zum Richteramt und der Voraussetzung zum höhren Verwaltungsdienst der einzige Bewerber mit einer fachlichen Verwaltungsqualifikation.

Der Bürgermeister-Check im Überblick:

  1. Bürgermeister-Check Höpfingen – Warum Sie?
  2. Bürgermeister-Check Höpfingen – Mit welchem Geld?

Fragenkatalog Bürgermeister-Check Höpfingen:

Bürgermeister-Check Höpfingen.pdf

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1 Kommentar

  1. Man sollte Bürgermeister auf 8 Jahre beschränken oder die Wahlperiode auf 5 Jahre verkürzen und dann zwei solche zulassen, also maximal 10 Jahre. Es sollte zu einem politischen Mandat werden und kein Beruf fürs Leben bleiben. Was sich in so langen Zeiten einschleift, ist selten gut für Demokratie, Transparenz und Modernisierung.

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