Sternsinger gegen Kinderarbeit

(Foto: Liane Merkle)
Seckach. (lm)  Der Aussendungsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Sebastian am Dreikönigstag war für 44 Kinder in elf Seckacher und fünf Kinder einer Bödigheimer Sternsingergruppe praktisch der Startschuss für ihr diesjährige Mission „Gemeinsam gegen Kinderarbeit“ durch Seckach und Bödigheim. Neben der Bitte um eine Spende unter dem allgemeinen Motto: Kinder helfen Kindern, brachten die engagierten Kinder die frohe Botschaft von Jesu Geburt und den jährlichen Haussegen in die Häuser. Während in Seckach alle Haushalte besucht wurden, erfolgte die Segensspendung in Bödigheim nach einer zuvor erstellten Anmeldungsliste. Seit November hatten sie sich auf diese Aufgabe vorbereitet und über das diesjährige Beispielland Indien informiert, die farbenfrohen Kleider anprobiert und die Texte und das Sternsingerlied geübt. In Deutschland wird die jährlichen Sternsingeraktion durch das „Kindermissionswerk Die Sternsinger“ in Aachen unterstützt, das auch das jährliche Thema der Sternsingeraktion vorstellt und die Informationen zu dem Beispielland herausgibt. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto: Gemeinsam gegen Ausbeutung. Gemeinsam gegen Kinderarbeit, deren Ausmaße in Indien, Südamerika und Afrika in der Predigt von Pfarrer Drathschmidt beleuchtet wurden. Denn in diesen Ländern müssen die Kinder zum Lebensunterhalt der Familien beitragen, statt in die Schule zu gehen. So arbeiten Kinder in Indien in Fabriken und löten Armreife zusammen wobei sie u.a. giftige Gase einatmen. Kinder in Südamerika müssen mit ihren Eltern schon am frühen Morgen aufbrechen, um auf den Großplantagen mitzuarbeiten. Und Jugendliche in Afrika suchen den ganzen heißen Tag auf Müllkippen nach verwertbaren Metallresten. Ohne eine Schulausbildung ist ihnen ein gesicherter Arbeitsplatz verwehrt. So bleiben ihnen nur unterbezahlte Jobs, die wiederum alle aus der Familie dazu zwingen jegliche Arbeit anzunehmen. Dass dieser Teufelskreis durchbrochen werden kann, steht nach Aussage von Pfarrer Drathschmidt bereits in der Bibel im Gnadenjahr, das von Gott selbst den Menschen aufgetragen wurde. Es ermöglichte den Armen in jener Zeit, sich aus der Schuldenlast zu befreien und neu zu beginnen. Und wie sieht es bei uns damit heute aus? Die Sternsinger und die Spender tragen mit ihrem Einsatz und ihrem Geld dazu bei, den Ärmsten auf der Welt eine Perspektive zu geben. Zahlreiche Projekte, die Kindern helfen, werden weltweit durch die Spenden unterstützt.

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