10 Jahre „Haus der Stille“ in Waldauerbach

von Liane Merkle

10 Jahre Haus der Stille

Unser Bild zeigt von links: Elisabeth Sandel, Barbara Althoff-Koch, Irmtraud Weber und Dr. Joachim Vogg. (Foto: Liane Merkle)

Waldauerbach. Stetig leise und sanft sah man durch die großen Fensterfronten des Gruppenraums im „Haus der Stille“ den ersten Schnee dieses Winters fallen und dieses Idyll mit seiner kalten weißen Pracht spiegelte zum einen die Ruhe spendende Atmosphäre des Hauses wider und verstärkte gleichzeitig die kuschelige Wärme durch den Kaminofen und die Herzlichkeit der anwesenden Menschen, vor allem der Gastgeberinnen Barbara Althoff-Koch und Elisabeth Sandel.

10 Jahre Haus der Stille, 30 Jahre Schule für Personale-initiatische Therapie nach Hildegund Graubner und 60 Jahre seit Gründung der Initiatrie durch Karlfried Graf Dürckheim. Man hatte einiges zu feiern in diesem Waldauerbacher „Haus der Stille“, und das tat man „nachhaltig“ zum einen mit einem „offenen Wochenende“ und vielen wertvollen Einblicken in die Arbeit des Hauses. Zum zweiten natürlich mit der Einladung für Freunde und Nachbarn zu einem ausgiebigen Festabend mit „Haus-Musik“, der großen Anklang fand.




„Ich bin selbst erstaunt, dass wir schon 10 Jahre hier in Mudau sind“ erinnerte sich Barbara Althoff-Koch und ergänzte, dass der Schritt damals – nach München – ein mutiger gewesen sei, der sich aber zweifellos gelohnt habe. „Wir“, das ist sie selbst als anerkannte Ausbildungsleiterin AFA, diplomierte Therapeutin für Leib-, Atem- und Stimmtherapie nach Dürckheim/Graubner und Psychoenergetik bei Peter Schellenbaum u.v.m. Die zweite Hälfte von „Wir“ ist Elisabeth Sandel, Diplom Sozialpädagogin (FH), mit Diplomen in Gestalt- Körper-Therapie nach Fritz Perls und Ida Rolf sowie Leib-, Atem- und Stimmtherapie AFA und großem Erfolg als Liedermacherin.

Vor zehn Jahren hat dieses Kompetenz-Team mit sehr viel Mut das „Haus der Stille“ gegründet, das sich inzwischen nicht nur einen hervorragenden Namen in der Therapie-Praxis gemacht hat, sondern auch von der AFA als Lehrinstitut anerkannt ist für den praktischer Teil des Studiums „Komplementärtherapie“ ( Bachelor of Science) der Steinbeis Universität Berlin (berufsbegleitendes Studium). Für das „Offene Wochenende“ zum Dreifachfest, war es den beiden Damen gelungen, zu ihren eigenen Vorträgen als Gastreferenten Dr. Joachim Vogg zum Thema „Was heißt Initiatisch“ und Irmtraud Weber als Expertin für „Musiktherapie“ zu gewinnen.

Doch zunächst war die Grundfrage durch Dr. Vogg zu klären. Und dieser „Vor-trag“ hatte es in sich, weil man nach Ansicht von Graf Dürckheim nur vortragen kann, was man bereits in sich trägt, und nur vorstellen kann, was in einem ist. Wenn das der Verstand erfasse und zum Ausdruck bringen wolle, könnte es sein, dass einem nicht die richtigen Worte einfallen, darum sollte sich jeder in dieser Beziehung ein Übungsprogramm überlegen. Eigentlich, so Dr. Vogg, gehe es darum, das Hier und Jetzt zu leben und erleben und sowohl mit der Vergangenheit wie auch der Zukunft in Verbindung zu bringen.

Ein Übung dazu wäre, sich die letzten Schritte zum JETZT zu überlegen. „Wie und mit welchen Empfindungen bin ich durch diese Tür gekommen“. Mit dem initiatischen Weg werde etwas „gezündet“, was einem geschieht oder geschenkt wird und mit dem bewußten Erleben eine Tür in dem Menschen öffnet. Und Dr. Vogg machte deutlich, dass dieser Weg nicht aufhört, sondern lebenslanges Lernen und Bereicherung bedeute. Denn es sei ein „sich selbst in Ordnung bringen“ und die Wege dahin seien verschieden, würden sich aber unweigerlich auch positiv auf das Umfeld auswirken.

Die begeisterte Reaktion seines aufmerksamen Publikums bestätigte seine Aussagen, die in einen wunderschönen musikalischen Vortrag von Elisabeth Sandel eingebettet war, die in ihrem Referat die „Positive Psychologie“ näher beleuchtete. Mit Atem- und Stimmarbeit bereicherte Barbara Althoff-Koch den Vormittag und mit dem „Umgang mit Träumen“ den Nachmittag, der durch erlebte „Musiktherapie“ mit Irmtraud Weber abgerundet wurde.

Nach der gemütlich schönen und häuslichen „Geburtstagfeier“ war den zahlreichen erschienenen Interessierten Theorie und Praxis von „Meditation im Stil von Zen“ mit Barbara Althoff-Koch ein willkommener Kraftgeber in die neue Woche.

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