Wohnungen für Schleiereulen und Fledermäuse

(Foto: pm)
Schefflenztal. (pm) Ein ganz normales Arbeitsquartal geht für die Aktiven der NABU Gruppe Seckach- und Schefflenztal dem Ende zu und beschließt wieder ein erfolgreiches Jahr für den Erhalt unserer Natur.

Im Rahmen des Rebhuhnschutzprojekt Schefflenztal (NZ berichtete) wurden 250 Meter mehrreihige Hecken in Schefflenz gemäß den Vorgaben des Projekts und mit Förderung durch LEADER Neckartal-Odenwald aktiv fachgerecht zurückgeschnitten – „auf Stock gesetzt“ und mit entsprechenden Hinweistafeln über den Zweck der Maßnahmen ergänzt.

Nach kurzfristiger Zuwendung aus den Landschaftspflegeprogramm Baden-Württemberg konnten ebenso in Sulzbach weitere 150 Meter Heckenabschnitte gepflegt werden.

Wie bereits die Jahre davor unterstützte die Firma Astra-Zeneca mit ihrem „AlleZusammen-Tag“ die Gruppe durch finanzielle sowie tatkräftigen Einsatz bei der Anlage eine Streuobstwiese und einer Obstbaumreihe in Großeicholzheim.

Vorbereitet durch NABU-Aktive waren bereits die Pflanzgruben ausgehoben und die Baumpfähle gesetzt, sodass trotz widriger Wetterlage die Pflanzung von 55 Hochstamm-Obstbäumen durchgeführt wurde.

Der evangelischen Kirche Großeicholzheim steht im kommenden Jahr die Sanierung des Dachstuhles ins Haus. Da dort u.a. Fledermäuse wohnen trafen sich bereits im Frühjahr Vertreter der Naturschutzbehörde, des NABU sowie des Bauherren um Lösungen für einen möglichst störungsfreien Arbeitsablauf zu suchen.

Etliche Maßnahmen wurden beschlossen, wobei sich die Vertreter des NABU Mosbach und Seckach-Schefflenztal bereit erklärten, für die Montage von vorgeschlagenen Balken-/ Hang-/ und Spaltenkästen für Fledermäuse zu sorgen.

Außerdem wurde ein Schleiereulenkasten, die Verdunklung der Dachfenster mittels Rollos und die Herstellung größerer Einflugschlitze in den Schalllamellen des Glockenturmes zugesagt. Vergangene Woche wurden die Arbeiten von Peter Baust (NABU Mosbach), Christian Thumfart und Max Dorsch vom NABU Seckach-Schefflenztal ausgeführt.

Schon vor Corona hatte die Gruppe Kontakte und Aktionen in und zusammen mit dem Jugenddorf Klinge bei Seckach. Dieses Jahr wurden gemeinsam 15 Nistkästen für Höhlenbrüter bei den Wohngruppen im Dorf aufgehängt.

Gefertigt waren diese von Jugendlichen aus dem Dorf mit tatkräftiger Unterstützung der Schreinerei Faustmann Mosbach-Diedesheim und gefördert vom Rotary-Club Mosbach-Buchen, der ebenfalls eine Abordnung entsandte.

Bevor es gemeinsam durchs Dorf ging erläuterte Thumfart Sinn und Zweck von künstlichen Nisthilfen und was es z.B. beim Aufhängen, kontrollieren und reinigen zu beachten gilt.

(Foto: pm)

Von einer Erzieherin des Jugenddorfes angesprochen, wie sie Mehlschwalben an ihrem Haus helfen könnte erklärte sich Thumfart kurzfristig bereit, hierbei mitzuwirken. Diese Woche waren er und Max Dorsch in Boxberg um mit 6 künstlichen Mehlschwalbennester die dort noch vorhandenen zu ergänzen. Dabei wurde auch gleich ein „Kotbrett“ unter den Nestern angebracht, welches die Verschmutzung der Fassade verhindern soll.
Danach standen noch Nistkastenkotrolle und -reinigung in NABU-Gebieten und bei der Gemeinde Seckach auf dem Programm sowie die Temperaturkontrolle in den vom NABU zu Fledermaus-Winterquartieren umfunktionierten, ehemaligen 4 Wasserbehältern der öffentlichen Wasserversorgung von Seckach und Schefflenz.
Wie bereits anfangs gesagt, ein ganz normales Arbeitsquartal für die Gruppe.

Foto: NABU-Aktive bei der Übergabe von Fledermaus- und Schleiereulenkästen an Pfarrer Ingolf Stromberger Großeicholzheim (2. von links) / Christian Thumfart
Foto: Nistkästen aufhängen im Jugenddorf Klinge Seckach / Christian Thumfart

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