Stadttauben müssen keine Plage sein


(Grafik: Eugen Ulmer Verlag)
Buchen. (pm) Tauben und Menschen haben seit jeher ein zwiespältiges Verhältnis. Geliebt als Haus- und Nutztier, Postbote, verehrt als Friedens- und Liebesymbol, verhasst als schmutziges Ungeziefer, „fliegende Ratten“, vor allem in dicht bebautem Gebiet. Doch eine Koexistenz mit Stadttauben ist möglich.

Versteht man ihre natürlichen Verhaltensweisen, lässt sich das Problem auf artgerechte Weise lösen, ist Viktor Wiese, Taubenbeauftragter in Buchen und Mitglied im dortigen Tierschutzverein überzeugt. In seinem Buch „Stadttauben im Griff“, das im Verlag Eugen Ulmer erschienen ist, zeigt Viktor Wiese, wie Taubenbestände durch Monitoring, betreute Taubenschläge, An- und Umsiedlung, natürliche Vergrämung und Brutreduzierung durch Eiaustausch nachhaltig auf ein gesundes Maß gebracht werden können.

„Dann gehören die Tauben wieder zur natürlichen städtischen Vogelwelt, an der die Menschen ihre Freude haben können“ betont Wiese.

Wesentlicher Baustein in Wieses Konzept ist das sogenannte Taubenhaus, über das auch NOKZEIT mehrfach berichtete.

Viktor Wiese ist Taubenbeauftragter in seiner Stadt und arbeitet ehren- amtlich im Tierschutz. Außerdem berät er diverse Städte bei ihren Taubenprojekten

Viktor Wiese: Stadttauben im Griff Populationsmanagment – artgerecht und erfolgreich
96 S., 88 Farbfotos, 3 Grafiken, kart. EUR 19,90, Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer, 2016, ISBN 978-3-8001-0843-5

 

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