Feuerwehrgarage Mörschenhardt wird gebaut

Umstellung auf doppelte Buchführung im Jahr 2020

FFW Geraetehaus0318 001

Feuerwehrgerätehaus Mörschenhardt. (Foto: Christoph Müller)

Mudau. (lm) Mit dem Neubau einer Feuerwehrgarage für die Mörschenhardter Abteilungswehr geht langsam aber sicher ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Nachdem die Baumaßnahme bereits im vergangenen Jahr eingehend im Gemeinderat behandelt wurde und die erforderliche Baugenehmigung inzwischen vorliegt, beschloss der Mudauer Gemeinderat unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger nun nach vorangegangener Submission durch das Büro Wolfram Architekten die Vergabe von Bauarbeiten.

Als günstigste Bieter erhielten die Firma Zimmerei Dosch aus Buchen den Auftrag zur Ausführung der Zimmerer-, Dachdecker- und Gerüstbauarbeiten für 48.373 Euro und die Firma Nicolo Cinque aus Osterburken die Bodenbeschichtung zum Bruttoangebotspreis von 9.612 Euro. Für die Lieferung und Einbau der Sektionaltore und Türen wurde die Firma Willi Walz aus Donebach für 8.477 Euro beauftragt. Für 2.213 Euro ging der Auftrag für Blitzschutzarbeiten an die Firma Hapea aus Aschaffenburg. Für die Gesamtmaßnahme stehen 120.000 Euro zur Verfügung, wobei ein Zuschuss in Höhe von 60.000 Euro aus Landesmitteln zur Förderung des Feuerwehrwesens und ca. 16.000 Euro aus dem Gemeindeausgleichstock den Gemeindeanteil mindern. Aufgrund vorangegangener Gespräche mit der Abteilungswehr Mörschenhardt wurde festgelegt, dass umfangreiche Eigenleistungen insbesondere bei Erd-, Beton- und Maurerarbeiten, Sanitär, Elektroinstallation und Fensterbau erbracht werden. Als überplanmäßige Ausgabe stimmte der Gemeinderat auch der Beschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens für die Abteilungswehr Mudau zu. Für die Lieferung wurde die Firma Martin Schäfer aus Oberderdingen zum Auftragspreis von 54.673 Euro beauftragt. Für die Beschaffung stehen Mittel im Haushalt in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung. Die Gesamtkosten werden verringert durch einen Landeszuschuss von 12.000 Euro.

Bürgermeister Rippberger: „Die entstehenden Mehrkosten können durch Einsparungen für die Beschaffung von Spinden in Höhe von 2.500 Euro und einem Eigenanteil des Fördervereins der Mudauer Abteilung in Höhe von 2.500 Euro ausgeglichen werden.“ Die Beschaffungsmaßnahme wurde notwendig, da das vorhandene Fahrzeug zwischenzeitlich 29 Jahre ist und für die heutigen Anforderungen nicht mehr eingesetzt werden kann.




In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden die Kosten für die Sanierung der Stützmauer im Reisenbacher Grund mit 53.719 Euro festgestellt. Die Neuanlage der Stützmauer konnte von der Firma Kispert Bau aus Limbach im vorgegebenen Zeitrahmen ausgeführt werden und die Bauleitung oblag dem Ing.-Büro Sack & Partner aus Adelsheim. Außerdem wurde im weiteren Verlauf der Ortsstraße im Grund ein weiteres Teilstück der Stützmauer erneuert. Festgestellt wurden auch die Kosten in Höhe von 459.637 Euro, und damit 22.362 Euro unterhalb des Finanzierungsrahmens, zur Erschließung des Baugebiets „Brückengut III“ im zweiten Bauabschnitt. Diese Maßnahme betraf die Erschließung von weiteren 14 Bauplätzen sowie die Anlegung eines Fußweges zur Fertigstellung des Baugebiets „Brückengut II“. Die Arbeiten wurden von der Firma Schweikert aus Schöntal ausgeführt und die Bauleitung oblag ebenfalls dem Ing.-Büro Sack & Partner aus Adelsheim.

Lediglich zur Kenntnis nahm das Gremium eine Fremdwasserstudie im allgemeinen Kanalplan der Gemeinde Mudau zur Einrichtung von ca. 40 Fremdwassermessstellen in verschiedenen Ortsnetzen. Die gewonnenen Daten aus allen Ortsteilen wurden nun in einer fast einjährigen Fremdwasserbeseitigungsstudie durch das Büro Sack & Partner und in der Sitzung persönlich durch Dipl. Ing. Horst Ries zusammengefasst. Er erläuterte zunächst, dass sich Fremdwasser aus Grundwasser und Regenwasser zusammensetzt, das in Kanalisation und Kläranlage die Kosten enorm erhöht. Insgesamt ist das Ergebnis für die Gesamtgemeinde überwiegend positiv ausgefallen, man sieht anhand der Messergebnisse nur sehr geringen dringenden Handlungsbedarf in Mudau, Schloßau und Steinbach, die mit Kanalsanierungen in den Griff zu bekommen seien. Doch empfahl Horst Ries bei einigen Kanalstrecken noch eine TV-Untersuchung. Die Gesamtkosten in Höhe von 88.000 Euro für die Studie inkl. Einrichten und Betreiben der Messstellen wurden mit 50 Prozent aus Mitteln der Wasserwirtschaft bezuschusst.

Aufgrund einer Gesetzesänderung zur Reform des kommunalen Haushaltsrechts soll das Rechnungswesen in der Gemeindeverwaltung auf doppelte Buchführung umgestellt werden, was sich stark am kaufmännischen Rechnungswesen orientiert. Der Mudauer Gemeinderat beschloss nun, dass in den Jahren 2018/19 mit den Vorbereitungen begonnen wird und die Umstellung zum 1. Januar 2020 erfolgen soll.

Mehrere Baumaßnahmen hat die Fa. LeuBe Zeltplanbau vor. Doch für die Realisierung des eingeschotterten Lagerplatzes mit Spezialregalen sowie des Neubaus einer neuen Lagerhalle müssten die planungsrechtlichen Gegebenheiten noch angepasst werden. Wie Bürgermeister Dr. Rippberger abschließend bekannt gab, erreicht die Förderung des ländlichen Raumes mit 32.000 Euro auch Mudau, speziell Scheidental.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: