Blutendes Herz wegen verhindertem Fasching

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 Peter Weinlein zusammen mit dem Präsidium und den Vertretern des LWK. (Foto: Liane Merkle)

Narrenring Main-Neckar tagte im Odenwald

Mudau.  (lm) Als Dachverband von aktuell 54 weit verstreuten Mitgliedsvereinen in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen hatten die Verantwortlichen des Narrenrings Main-Neckar das zentral gelegene Mudau und die dortige Odenwaldhalle als Versammlungsort für die Jahreshauptversammlung auserkoren.

Für den verhinderten Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger galt ein besonderer Willkommensgruß seines Stellvertreters Michael Volk den Vertretern der Mitgliedsvereine und den Vorstandsmitgliedern sowie einigen Gästen. Nachdem er die Gemeinde Mudau den Anwesenden etwas nähergebracht hatte, oblag es dem 1. Vorsitzenden der Karnevalsgesellschaft „Mudemer Wassersucher“ Helmut Korger jr. nicht nur die teilweise weit angereisten Gäste herzlich willkommen zu heißen, sondern auch die KaGeMuWa als Traditionsverein, der dem fastnachtlichen Brauchtum bis weit über die heimischen Grenzen hinaus seit vielen Jahren eng verbunden ist, vorzustellen.

Wie er betonte, sei die Karnevalsgesellschaft Mudemer Wassersucher 1952 gezeugt-, 1953 geboren- und 1954 getauft worden. Als Präsident des Narrenrings Main-Neckar dankte Stefan Schulz der KaGeMuWa für die Ausrichtung der Versammlung und allen Mitgliedern, Helfern und der Vorstandschaft für ihr ehrenamtliches Engagement zur Pflege der fastnachtlichen Bräuche im Berichtszeitraum 2019/20.

Ein Willkommensgruß galt auch Gerhard Raab als Vorsitzenden des Ehrenrats, Ehrenrat Dinus Dick, Jürgen Heugel vom Vorstand LWK (Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine) sowie Heike Schiele als Vorsitzende der Jugend im LWK. Narrenring-Präsident Stefan Schulz meinte, dass es trotz Corona im Berichtszeitraum nicht ganz langweilig gewesen sei, obwohl man keine Kampagne hatte.

Bis zuletzt habe jeder Verein gehofft und geplant, aber Corona habe allen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch habe es tolle Corona-konforme Online-Präsentationen und Videos von zahlreichen Mitgliedsvereinen gegeben, auf die alle stolz sein könnten. Dennoch blute den Fastnachtern das Herz, wenn sie auf diese Zeit zurückschauen.

Für den Dachverband „Narrenring Main-Neckar“ habe es viel zu klären gegeben, denn der Verband decke die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Bayern ab, die unterschiedlich mit der Pandemie umgegangen seien.

So sei die Krisenhilfe in Baden-Württemberg sehr unbürokratisch für die Vereine abgelaufen, in Bayern sei es etwas schwieriger, aber doch noch möglich gewesen, doch in Hessen sehr dürftig. Es sei auch durchaus angenehm gewesen, sich über das Internet zu vergnügen und habe echte Verbundenheit unter den Vereinen gezeigt.

Auch war der Präsident froh, dass wirklich alle 54 Mitgliedsvereine bei der Stange geblieben sind: „Wir sind einfach ein toller Haufen“. Geschäftsführer Jörg Fritsch bezeichnete die beiden Berichtsjahre als durchaus arbeitsreiche und intensive Jahre und erinnerte an die Inhalte der zahlreichen Arbeitssitzungen, Besprechungen und Klausurtagungen sowie an die gelungene Weihnachtsfeier, die in Mosbach startete und inNeckarelz endete.

Weiter wurden resümiert die Präsidiumssitzungen und das Gardetanzturnier in Lauda. Nachdem Schatzmeister Erwin Nentwich trotz Coronaeinbußen über zufriedene Finanzen berichten konnte, erstattete Thomas Schmelcher seinen Bericht für die Narrenringjugend.

So erinnerte er u.a. an die Kinder- und Jugendsitzung im vergangenen Jahr bei der „Zigeunerio Schwarzach“ mit 345 Teilnehmern, an die Bundesjugendversammlungen und appellierte an alle Vereine, sich mit Nachwuchskünstlern beim Narrenring zu melden. Nachdem Heike Seifert als Vorsitzende ausführlich über die Inhalte aus dem Tanzausschuss berichtet hatte, erläuterte Präsident Stefan Schulz für den verhinderten Archivar Jörg Rathmann, dass das hoffnungsvolle Angebot, die Narrenstube großzügig im Haus Meisner unterzubringen leider gescheitert sei.

Darum sei man derzeit aktiv, die bestehende Narrenstube mit Museum in Buchen aufzuwerten. Die kurzfristig eingesprungenen Kassenprüfer Michael Grimm und Jürgen Farrenkopf hatten nichts Negatives zu berichten und so fiel die Entlastung des Schatzmeisters und der Vorstandschaft als Dank für die gute Arbeit einstimmig aus.

Unter der Leitung von Gerhard Raab brachten die Neuwahlen zur Vorstandschaft folgendes einstimmiges Ergebnis: Präsident Stefan Schulz, Vizepräsident Stefan Schwab, Schriftführer Jörg Fritsch, Schatzmeister Erwin Nentwich, Archivar Jörg Rathmann, Tanzausschussvorsitzende Heike Seifert, Vorsitzender Jugendausschuss Thomas Schmelcher, Protokollführer Thomas Gadet, Vertreter der Mitgliedsvereine Region Mosbach Martin Husfeld, für die Region Buchen Ralf Lorenz, für die Region Tauberbischofsheim Michael Noe, Region Miltenberg/Odenwaldkreis Bernhard Pfeifer, Öffentlichkeitsreferent Ulrich Etzel, Kassenprüfer Michael Grimm und Jürgen Farrenkopf.

Abschließend der umfangreichen Veranstaltung entschieden die Mitglieder auf Anfrage von Präsident Stefan Schulz, dass die Jugendsitzung am 06. Februar 2022 in Walldürn, die JHV/Frühjahrssitzung in Oberlauda und die Herbstversammlung in Tauberbischofsheim sowie die Frühjahrssitzung in Krautheim und die Herbstsitzung in Kleinheubach stattfinden werden.

Durch das Ableben von Karl Hess sei ein Platz im Ehrenrat unbesetzt und sollte weiterhin gut besetzt sein. Auch Rudi Greulich stellte aus Altersgründen seinen Platz im Ehrenrat zur Verfügung und wurde aufgrund seiner Verdienste einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt. In den Ehrenrat berufen wurde Bernhard Kern.

Ebenfalls einstimmig zum Ehrenmitglied wurde Peter Weinlein ernannt, den ein krankheitsbedingter Schicksalsschlag aus dem Amt des Öffentlichkeitsreferenten geschleudert habe. Präsident Schulz betonte, dass Peter Weinlein ihn von Anfang an unterstützt und begleitet habe und in jeder Situation zuverlässig war.

„Er hat mich in den bisher 11 Jahren meiner Präsidentschaft am meisten geprägt und begleitet“ und er hofft, dass Peter Weinlein einmal wieder ganz normal mit ihm Fastnacht feiern könne. Lang anhaltende, stehende Ovationen aller Anwesenden begleiteten mit Stakkato-Beifall diese Würdigung, die noch ergänzt wurde durch die beiden Vertreter des LWK.

Jürgen Heugel und Heike Schiele erinnerten an die gemeinsam verbrachten Feste und Feierlichkeiten mit Peter Weinlein, der ein Sammler schöner Orden sei. Sie würdigten den scheidenden Öffentlichkeitsreferenten mit dem Ehrenorden des LWK.

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