Freie Wähler ehren treue Mitglieder

(Foto: Martin Hahn)

Jahresauftakt der Freien Wähler des Neckar-Odenwald-Kreis

Buchen.  (pm) Mit einem Sektempfang starteten die Freien Wähler Neckar Odenwald in den Räumlichkeiten der Feuerwache in Buchen ins neue Jahrzehnt. Kreisvorsitzender Bruno Herberich begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder aus dem gesamten Landkreis, darunter Ehrenmitglied Wolfgang Köpfle sowie zahlreiche Mandatsträger und Vorsitzende der Ortsvereine und ganz besonders Monika Springer aus Weinheim vom Landesvorstand der Freien Wähler Baden-Württemberg.

Man könne auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken, so der Kreisvorsitzende in seiner Ansprache. Mit zwei Sitzen mehr und somit zweitstärkste Kraft im Kreistag konnten die Freien Wähler des Neckar-Odenwald-Kreises bei der Bevölkerung punkten und sich sogar verbessern. Auch in vielen Gemeinden legten die kommunalen Wählervereinigungen zu und tragen als wichtige Akteure Verantwortung. So sei man im Landkreis und vor Ort Garant für einen sachorientierte, ideologiefreie und verantwortliche Kommunalpolitik.

Mit dem Zitat des deutschen Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799) „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll“ richtete Herberich den Blick nach vorn, auf die Aufgaben und Herausforderungen, die gemeistert werden müssten. Auch in der Kommunalpolitik sei globales Denken wichtig. Regionales Handeln müsse jedoch gelebt werden, wobei es gelte, den Blick über den Kirchturm hinaus zu richten, hin zu gemeinsamem, vernetztem Handeln. Eindrucksvoll und kurzweilig ging er auf die Themen Klimawandel, Digitalisierung, Bildung und Betreuung, Mobilität, Wirtschaft und ländlicher Raum ein.

Einen besonderen Blick richtete er auf das Thema Gesundheit, denn für den Neckar-Odenwald-Kreis gehe es „um das große Ganze“ – im doppelten Sinne. „Wer alles halten will, kann auch alles verlieren“ – mit diesem eindrucksvollen Satz sprach der Vorsitzende der Freien Wähler des Neckar-Odenwald-Kreises aus dem Herzen vieler Mitglieder. Von den Regierungsparteien in Bund und Land forderte er verantwortungsvolles Handeln, so dass auch im ländlichen Raum annähernd gleiche Lebensbedingungen gesichert seien. Die aktuelle, sogenannte große Politik bezeichnete er, besonders im Hinblick auf das Gesundheitswesen, als skandalös und sprach von Politik-Versagen.

Auf lokaler Ebene müsse man vieles ausbaden und sei mancher Entrüstung direkt ausgesetzt. Mahnend sprach er an, was sich teilweise in den so bezeichneten sozialen Medien abspiele und empfahl öfters auszuschalten. Es sei besser, sich direkt und persönlich auszutauschen und auch zu streiten, um den besten Weg zu finden.

Monika Springer überbrachte die Grüße vom Landesvorstand der Freien Wähler. Selbst Gemeinderätin in Weinheim und Ortsvorsteherin in Hohensachsen, kenne sie die Sorgen und Nöte der Kommunalpolitiker vor Ort nur zu gut. In einer starken Gemeinschaft sei vieles leichter zu bewältigen. Sie verwies auf die Aktivitäten des Landesverbands und die Gespräche, die vom Landesvorstand immer wieder mit den Parteien im Landtag geführt werden, um so die Anliegen und Vorschläge der Freien Wähler als nicht parteigebundene kommunale Wählervereinigungen an die entscheidenden Stellen zu transportieren.

Gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden unterstrich sie die Beschränkung auf das kommunale Engagement der Freien Wähler. Hauptsächlich auf kommunaler Ebene werde direkt erlebbare Politik gemacht, das Leben in den Landkreisen, Gemeinden, Dörfern unmittelbar gestaltet. Dies sei das Fundament der Freien Wähler, das man seitens des Landesverbands – im Gegensatz zur Freie Wähler-Partei – nicht verlasse. Kein kommunalpolitisch Aktiver der Freien Wähler müsse sich vor Ort zugunsten einer parteipolitischen Karriere profilieren. Nicht nur deshalb könne man freie und verantwortungsvolle Politik für die Menschen vor Ort machen.

Eine solche wurde von zahlreichen Frauen und Männern jahrzehntelang gemacht und so konnten 31 engagierte Mitglieder aus sechs Freie Wähler-Ortsvereinen mit einer Ehrung des Landesverbands ausgezeichnet werden.
Die Ehrenmedaille in Silber und somit die höchste Ehrung, welche bei den Freien Wählern vor Ort erreicht werden kann, haben erhielten Christel Bauer (Osterburken), Gerhard Baumbusch​ (Buchen), Iris Bucher (Obrigheim), Peter Czemmel (Hardheim), Friedolf Fehr (Mosbach) und Walter Posert (Mosbach). Mit der Ehrennadel in Gold wurden geehrt Erhard Dorotik, Martin Hahn, Hubert Kieser, Dr. Wolfgang Schäfer (Buchen), Dieter Elbert, Peter Faul, Volker Rohm​ (Hardheim), Werner Heininger (Mosbach) und Willi Horn (Obrigheim). Die Ehrennadel in Silber wurde verliehen an Peter Bauer, Fritz Bopp, Roland Mackert (Buchen), Eric Bachmann, Christel Erbacher, Gerald Hauck, Siegfried Horn, Arnold Knörzer, Klaus Kreßner, Klaus Schneider (Hardheim), Adrian Schmitt (Limbach), Steffen Baier, Dr. Gunther Leibfried (Mosbach), Günther Eicher, Stefan Mütz und Herbert Ripp (Obrigheim).

Gemeinsam haben alle Geehrten mehrere Jahrhunderte die Politik auf Orts- und Kreisebene mit gestaltet und geprägt. Monika Springer und Bruno Herberich bedankten sich bei allen Geehrten für ihre hervorragende Arbeit und kommunalpolitisches Geschick.

Ein besonderer Dank ging an den Freie Wähler-Stadtverband Buchen, der die Veranstaltung unter der Leitung des Vorsitzenden Peter Bauer mitorganisierte und mitgestaltete. Die Freien Wähler können in diesem Jahr auf 40 Jahre engagierte und erfolgreiche Kommunalpolitik blicken, in denen man die Stadt und den Landkreis verantwortungsvoll mitgestaltet hat. Dies sei einer besonderen Würdigung wert, so der Kreisvorsitzende, und wünschte weiterhin viel Erfolg.
Die Beiträge konnten im Anschluss an den offiziellen Teil des Jahresauftakts noch zur Genüge in regen Gesprächen mit Fingerfood vertieft werden.

Artikel teilen:

Zum Weiterlesen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen