Schlaglöcher ade!

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 Landrat Stefan Dallinger, die Bürgermeister der Stadt Eberbach und der Gemeinde Heddesbach, Peter Reichert und Volker Reibold, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kreistag und den Stadt-, Gemeinde- und Ortschaftsräten der beteiligten Kommunen erhielten beim Baustellenfest einen Eindruck über den Fortschritt der Bauarbeiten des Verbindungswegs zwischen Heddesbach und Brombach. (Foto: pm)

Sanierung des Verbindungsweges zwischen Heddesbach und Brombach

Heddesbach/Brombach.  (pm) „Die Einwohnerinnen und Einwohner Brombachs und Heddesbachs sind steinreich – im wörtlichen Sinne“, scherzt Landrat Stefan Dallinger der auf die Sandsteine am Rande des Weges hinwies. Denn die Sanierungsarbeiten an dem maroden Verbindungsweg zwischen Heddesbach und Brombach sind bereits sichtbar und schreiten gut voran. Landrat Stefan Dallinger und die Bürgermeister der Stadt Eberbach und der Gemeinde Heddesbach, Peter Reichert und Volker Reibold, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus dem Kreistag und den Stadt-, Gemeinde- und Ortschaftsräten der beteiligten Kommunen verschafften sich beim Baustellenfest am Freitag einen ersten Eindruck von den bevorstehenden Bauarbeiten.

Seit 2016 ist der Verbindungsweg zwischen Heddesbach und Brombach aufgrund seines desolaten Zustands für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Eine Brombacher Bürgerinitiative, die sich für den Ausbau des Weges engagierte, brachte mit der Einreichung einer Petition den Stein wieder ins Rollen. In der Kreistagssitzung im Dezember 2016 befürworteten alle Fraktionen das Vorhaben. „So etwas habe ich noch nie erlebt – das war einfach großartig“, kommentiert Reichert den einstimmigen Beschluss. In den darauffolgenden Jahren fanden Abstimmungsgespräche statt, das Konzept zur Realisierung des Flurneuordnungsverfahrens wurde ausgearbeitet und die Unterlagen zur Aufnahme des Verfahrens ins Arbeitsprogramm des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz wurden zusammengestellt. Nach der Freigabe fand dieser Prozess im September 2021 mit der Genehmigung des Wege- und Gewässerplans ein Ende. Vor allem die Einwohnerinnen und Einwohner Brombachs profitieren von dem Ausbau – als kürzeste Anbindung nach Heddesbach und in die Rheinebene lassen sich Arbeitsplätze sowie Freunde und Verwandte in Zukunft deutlich schneller erreichen. „Ich freue mich heute schon auf den Moment, wenn wir das Band durchschneiden und die Straße wieder nutzen können“, so Reichert gut gelaunt.

Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Heddesbach Hermann Roth lobte die gute Zusammenarbeit und erinnerte an die Rolle der Teilnehmergemeinschaft, die das Projekt mit ihrer fachlichen Unterstützung voranbrachte und auch weiterhin unterstützt.

„Ich wünsche den Bauarbeiten einen harmonischen und unfallfreien Verlauf“, bekundet der Bürgermeister der Gemeinde Heddesbach, Volker Reibold. Er freue sich sehr, dass so viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung heute in die kleinste Kommune im Rhein-Neckar-Kreis gekommen sind, um sich über den Baufortschritt des Verbindungsweges zu informieren. Er stellt eine bedeutende Haupterschließungsachse für die nachhaltige Waldwirtschaft und Holzabfuhr des etwa 300 Hektar umfassenden zusammenhängenden Waldgebiets dar. Somit beinhalten die Ziele des Flurneuordnungsverfahrens nicht nur den Ausbau des Verbindungsweges, sondern auch die rechtliche Sicherung des Weges durch Grunddienstbarkeiten, den Naturschutz und die Landschaftspflege.

Die Sanierung der Straße unterstützt darüber hinaus die Ziele des Regional-Entwicklungskonzeptes (REK) der LEADER-Region Neckartal Odenwald. Konkret geht es dabei um die Verbesserung der Mobilität, die Förderung der regenerativen Energieerzeugung und den Ausbau des Tourismus und der Naherholung durch die verbesserte Erreichbarkeit von Wanderwegen und Wanderparkplätzen.

Laut Andreas Neubert, Leiter des Amtes für Flurneuordnung, wird die Strecke voraussichtlich bis Ende Oktober wieder für den Verkehr freigegeben. Unmittelbar nach der Fertigstellung des Verbindungsweges soll dieser als Umleitungsstrecke für die nach Brombach führende Kreisstraße, deren Sanierungsarbeiten im Anschluss vorgesehen sind, dienen.

Auf der Strecke von rund 3,5 Kilometern soll die Fahrbahnbreite 3,5 Meter betragen. Dazu kommen bergseitig eine 60 Zentimeter breite asphaltierte Entwässerungsrinne und ein 40 Zentimeter breiter in Schotter befestigter Seitenstreifen. Talseitig ist dieser Streifen einen Meter breit. Somit ergibt sich eine befahrbare Kronenbreite von 5,5 Metern. Um entgegenkommendem Verkehr ausweichen zu können, soll an mehreren Stellen zusätzlich eine Aufweitung um 1,5 Meter auf sieben Meter erfolgen.

„Durch die engen Straßenverhältnisse und die Gefahr der Verschlechterung des Straßenzustandes wird es keinen Baustellenverkehr durch Brombach geben“, informiert Neubert.

Die Gesamtausführungskosten der Maßnahmen im Gewann „Häslich“ belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Diese Summe setzt sich aus den Wegbaukosten, der Herstellung landschaftspflegerischer Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, der Bauleitung und des Kassen- und Rechnungswesens der Teilnehmergemeinschaft zusammen. Finanziert wird das Bauvorhaben mit einem Zuschuss des Bundes und des Landes in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro, 500 000 Euro kommen von der Stadt Eberbach, 75 000 Euro von der Gemeinde Heddesbach, 200 000 Euro vom Rhein-Neckar-Kreis und der Kreis Bergstraße steuert 100 000 Euro bei.

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